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Spielzeug vorgestellt: Ubongo

Mittwoch, 11. August 2010

Ubongo

Wer beweist Köpfchen und schafft es, die meisten Edelsteine für sich zu gewinnen? Bei Ubongo geht es genau darum: Am Schluss muss man im Besitz der größten Menge an Edelsteine einer Farbe sein. Da es viele verschiedene Farben gibt, ist es egal, welche, Hauptsache, man hat den größten gleichfarbigen Haufen. Aber um das zu Erreichen, muss man erst mal seinen Kopf gründlich anstrengen, denn Ubongo ist Tetris für den Tisch. Für Nichtkenner des PC-Klassikers sei gesagt, dass man bei Tetris verschiedenförmige Bausteine so verbauen muss, dass Reihen entstehen. Reihen werden bei Ubongo allerdings nicht gebildet, dafür muss der Spieler auf den 36 Spielbrettchen, die vorher unter den Mitspielern aufgeteilt werden, nun 3 oder 4 bestimmte Legeplättchen in das vorgegebene Muster so einpassen, dass er als Erster das Feld ausgefüllt hat.

Nur dann darf er Ubongo rufen – und sich als Erster ans Aussuchen von Edelsteinen machen. Zur Verfügung hat jeder Spieler allerdings 12 Legeplättchen unterschiedlichster Art mit verschiedener Größe und Form, bei denen mittels Würfel ermittelt wird, welche davon benutzt werden müssen. Dabei mutet Ubongo sehr afrikanisch an, schon von der dunkelorangenen Aufmachung her und auch von der Gestaltung der Karten. Über den Reihen mit den aufgemalten Legeplättchen sind Zeichen wie Höhlenmalereien aufgemalt, jede Reihe hat ihr eigenes Zeichen. Diese Zeichen, z.B. eine Gazelle, ein Speer mit Schild oder eine Gazelle, findet sich dann auch auf dem Würfel wieder. Würfelt also jemand die Gazelle, werden die Legeplättchen benutzt, die unter der Gazelle aufgemalt sind. Jeder hat eine andere Karte, also hat jeder beim passenden Symbol andere Plättchen und eine andere Form, um das Ganze einzupassen.

Das Gute ist: Schnelldenker und Leute, die Ubongo schon öfter gespielt haben, müssen hier nicht unbedingt im Vorteil sein, denn es gibt zwei mögliche Varianten von Ubongo, die sich zeitgleich verwenden lassen. Zum Einen weisen die Karten auf der einen Seite Reihen mit je vier Legeplättchen auf, aber dreht man sie um, hat man Reihen mit nur noch drei Legeplättchen. So können Anfänger die Variante mit 3 Plättchen und Fortgeschrittene die mit 4 Plättchen benutzen und keiner erleidet einen Nachteil. Übrigens wird Ubongo auf Zeit gespielt, eine passende Sanduhr ist gleich mit dabei.
Doch wie kommt man nun an die begehrten Edelsteine? Auf einem weiteren Spielbereich befinden sich auf einem größeren, langgezogenen Spielplan 6 Reihen, in denen jeweils 12 Edelsteine bunt durcheinander in kleinen Löchern liegen. Ganz unten am Ansatz jeder Reihe sind Felder, auf die die Spieler ihre Figuren platzieren können. Anfangs steht jeder in einer Reihe, doch im Laufe des Spiels stehen mitunter auch mehrere in einer. Hat man es nun geschafft, als Erster mit dem Legen der Plättchen fertig zu sein, darf er auf den Feldern unterhalb der Reihen auf Wanderschaft gehen. Drei Schritte stehen ihm zur Verfügung, die er aber nicht nutzen muss. Er kann auch nur zwei oder einen Schritt gehen oder stehen bleiben. So hat er die freie Auswahl, in welcher Reihe für ihn die besten Steine in den hoffentlich besten Farben liegen. Jeweils 2 darf man pro Herausfoderung nehmen und in seinen Vorrat legen. Doch auch der Zweite, der mit seiner Legetafel fertig ist, darf noch laufen, allerdings nur zwei Reihen weit. Der Dritte geht immerhin noch eine Reihe weit, der Vierte, wenn man mit der vollen Anzahl von 4 Spielern spielt, darf immerhin noch in seiner Reihe Steine nehmen, wenn er denn erfolgreich auf seiner Legetafel war. Wer es nicht in der vorgegebenen Zeit schafft, geht nämlich leider leer aus.

Spielt man zu viert, hat jeder Mitspieler 9 Legetafeln, und es gibt folglich 9 Runden. Zum Schluss, wenn alle Legetafeln jedes Spielers aufgebraucht sind, wird geguckt, wer die meisten Steine einer Farbe auf sich vereint. Haben zwei Spieler die gleiche Anzahl, z.B. der Eine 5 rote Steine und der Andere 5 gelbe Steine, wird nachgesehen, wer von einer zweiten Farbe die meisten Steine auf sich vereint und so weiter. Dann steht der Gewinner fest – und einer zweiten Runde nichts im Wege. Denn Ubongo macht eindeutig Lust auf mehr! Doch mittlerweile gibt es Ubongo auch als Reisespiel und in weiteren Varianten wie „Ubongo – Das Duell“ und „Ubongo Extrem. Dem Spielspaß sind also keine Grenzen mehr gesetzt. Aber Vorsicht – es herrscht akute Suchtgefahr!