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Der Jahresbericht von Rapex liegt vor

Samstag, 3. Mai 2008

Rapex ist ein System, welches von Verbrauchen gefordert wurde, um eine bessere Marktaufsicht zu schaffen. „Effektiver kontrollieren, besser koordinieren, schärfer sanktionieren“ ist das Motto der Verbraucherzentrale und daran hält man sich. Am 17.04.2008 wurden die Rapex-Zahlen für 2007 von der europäischen Kommission vorgestellt. Insgesamt listet das EU-Schnellwarnsystem rund 1350 Produkte auf. Das ist ein Anstieg von knapp 50 Prozent im Gegensatz zum Jahr 2006. Die häufigste gelistete Produktgruppe waren mit 30 Prozent die Spielzeuge.

Das Vorstandsmitglied Gerd Billen meint: „Der Jahresbericht zeigt: Auch die großen Rückrufaktionen im letzten Jahr bieten keinen Anlass zur Entwarnung.“ Man müsse noch mehr Kapazitäten in Personal und Ausstattung zur Verfügung stellen und insgesamt muss sich Deutschland mehr um den Kampf gegen gesundheitsgefährdende Konsumgüter bemühen. Billen weiter: „Wir brauchen eine zentrale Melde- und Informationsstelle, die zugleich die Arbeit der Marktüberwachung der Länder koordiniert.“ Darüber hinaus muss eine zentrale Informationsstelle eingerichtet werden, auf die Konsumenten zurück greifen können, wenn sie Fragen zu Risikoprodukten haben.

Die Verbraucherzentrale setzt sich ebenfalls dafür ein, die CE-Kennzeichnung komplett abzuschaffen. „Die derzeitige Etikettierung führt Verbraucher in die Irre und wiegt sie in einer Scheinsicherheit“, sagt Billen. Die CE-Kennzeichnung ist nämlich nur eine Selbstauskunft der Hersteller und hat wenig mit den Sicherheitsrichtlinien der EU zu tun. Man sollte beim Einkauf eher auf das GS-Zeichen achten, denn dieses Kennzeichen erhalten nur Produkte, welche von unabhängigen Prüfstellen untersucht wurden. Ebenfalls müssen Verbote für krebserregende Stoffe ausgestellt werden. Zurzeit sieht der Gesetzesentwurf nur Grenzwerte für gefährliche Chemikalien vor. „Die geplanten Grenzwerte für KMR-Stoffe reichen aber nicht. Sie liegen sogar über den Grenzwerten für Kosmetikprodukte“, sagt Billen.

RAPEX wird auch weiterhin als Schnellwarnsystem zum Einsatz kommen. Bereits von 2005 auf 2006 gab es einen Anstieg um 32 Prozent. Da der Anstieg von 2006 auf 2007 noch einmal um 50 Prozent war, muss schleunigst etwas getan werden.

Strengere EU-Richtlinien durch neue Reformen

Samstag, 26. Januar 2008

Die EU-Kommission möchte, aufgrund der gestiegenen Zahlen an gefährlichem Spielzeug, mit strengeren Vorschriften Spielzeug für Kinder sicherer und vor allem gesünder machen. Ein EU-Vertreter sagt, dass die Verwendung von bleihaltiger Farbe, sowie krebs- oder allergieerregender Stoffe komplett eingeschränkt werden muss. Der komplette Einsatz von Nickel und Blei hat in der Spielzeugindustrie nichts mehr verloren, geht es nach den EU-Industriekommissaren. Darüber hinaus müssen für andere Stoffe und Substanzen neue Grenzwerte festgelegt werden.

Die derzeitigen Vorschriften für Spielzeugsicherheit gelten bereits seit dem Jahr 1998 und eine Reform dieser Gesetze ist seit langem geplant, doch das Thema wurde immer wieder vor sich hergeschoben. Seitdem aber die gravierenden Mängel von chinesischem Spielzeug aufgedeckt wurden, treibt die Kommission diesen Reformentwurf zügig voran. Vor allem hat der größte Spielzeugkonzern Mattel für Aufsehen gesorgt, als er mehr als 21 Millionen Spielwarenprodukte aus dem Verkehr ziehen musste.

„Die Regeln müssen überholt werden, da sie zehn Jahre alt sind. Aber im Prinzip haben sie gut funktioniert“, betont eine Sprecherin eines großen Spielwarenverbandes und fordert dazu auf, sich mit den neuen Vorschriften auch nach den wissenschaftlichen Errungenschaften zu richten. „Wir wollen ein vollständiges Verbot von Blei, Nickel und anderen Allergenen wie Parfum und krebserregenden Substanzen“, fordert die Generalsekretärin Monique Guygens.