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Games Convention – BIU unterstützt die GC nicht mehr.

Freitag, 29. Februar 2008

Zahlreiche Pressemeldungen haben es bereits dokumentiert. Nun ist es offiziell, dass der deutsche Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) die Games Convention in Leipzig nicht mehr unterstützt. Der Vorsitzende Geschäftsführer der Leipziger Messe GmbH, Wolfgang Marzin sagt: „Das Engagement des Verbandes für die Etablierung einer neuen deutschen Branchenmesse haben wir zur Kenntnis zu nehmen.“ Marzin weiter „Wir hätten das Konzept der Games Convention sehr gern mit unserem langjährigen Partner, dem BIU, weiterentwickelt, idealerweise am Standort Leipzig – wobei wir stets betont haben, auch für andere Konzepte offen zu sein.“Der Leipziger Messechef meint: „Die GC – Games Convention ist eine international bekannte Marke. Als europäische Leitmesse ist sie das wichtigste Branchenereignis der europäischen Spieleindustrie, und das bei jährlich wachsender internationaler Beteiligung. Keine andere Messe hat den Messestandort Deutschland in den vergangenen Jahren so schnell in einer Branche verankert wie die Games Convention.“

Der Oberbürgermeister von Leipzig, Jung, findet die Entscheidung der BIU sehr unverständlich: „Was die GC heute ist, ist sie durch und mit Leipzig. Wir können die Entscheidung des BIU nicht nachvollziehen, die Erfolgsstory der GC – Games Convention in Leipzig nicht mehr zu unterstützen. Leipzig ist gut aufgestellt im Hinblick auf Service, Umfeld und Erreichbarkeit und wird in den nächsten Jahren weiter in die Infrastruktur investieren. Wir sind auch über 2008 hinaus für eine GC oder die Rückkehr des BIU offen. Für Leipzig ist die Entscheidung des Verbandes ein herber Schlag.“

„Angesichts der erfolgreichen Entwicklung der GC – Games Convention und des Wirtschaftstandortes Sachsens insgesamt ist für mich die Entscheidung des BIU nicht nachvollziehbar. Der Freistaat Sachsen, insbesondere der Messeplatz Leipzig, bietet exzellente Rahmenbedingungen für die GC – Games Convention und für die ganze Branche der interaktiven Unterhaltung. Die Investitionen des Freistaates Sachsen haben dazu beigetragen, dass sich die GC – Games Convention zu einem internationalen Erfolgsprodukt entwickeln konnte. Messe und Industrie haben von Sachsens Ruf als führendem IT-Standort in Deutschland profitiert. Eine erfolgreiche Leitmesse wurde beschädigt. Darum ist dies auch ein schlechter Tag für den Messestandort Deutschland insgesamt. Es kann und darf nicht sein, dass öffentlich getragene Messegesellschaften in einen ruinösen Wettbewerb treten und sich Messen – auch durch Dumpingpreise – gegenseitig streitig machen“, meint Wirtschaftsminister Jurk.

Die Games Convention hat sich mit der Zeit zu einer der größten Videospielmessen der Welt gemausert. Begonnen hat alles im Jahr 2002 mit einer Besucherzahl von 85.000. Im fünften Jahr zählten die Organisatoren der GC bereits 185.000 Besucher und man erwartet für das Jahr 2008 weitere Besuchersteigerungen. Aber nicht nur die Zahl der Besucher ist gestiegen, auch die Ausstellerzahlen sind explosionsartig in die Höhe geschossen. So wuchs die Zahl der Aussteller von 166 auf 500 Firmen an. Dieses Jahr findet die Games Convention vom 21. Bis zum 24. August statt.