Artikel-Schlagworte: „Denkspiel“

Spielzeug vorgestellt: Rush Hour

Donnerstag, 26. August 2010

Rush Hour

Sie stehen ungern im Stau? Ihr Kind ab jetzt nicht mehr, denn bei Rush Hour macht im Stau stehen Spaß – zumindest, wenn man in der Lage ist, ihn aufzulösen. Ansonsten verursacht das Spiel mitunter auch Haare raufen! Bei Rush Hour steht man nämlich im Stau, und eine der 40 Karten von Anfänger bis Experte gibt einem vor, welche Autos den Stau auf dem Spielfeld bilden müssen. Ziel ist es dann, das rote Auto aus der vollgeparkten Zone herauszumanövrieren.

Das geht nur durch Verschieben anderer Autos, wobei die Richtung erfolgsentscheidend ist. Fährt man falsch, wird der Stau höchstens noch schlimmer. Da ist Köpfchen gefragt und ein Haufen Geduld, denn der Stau wird mit steigendem Level nicht wirklich durchschaubarer… Und wem die Herausforderung doch nicht reicht, der kann mittlerweile noch einige Zusatzsets kaufen, die weitere 40 Karten enthalten und ein neues Auto, dass es aus dem vollgeparkten Bereich zu retten gilt, unter anderem ein Taxi oder eine Limousine. Rush Hour ist für Kinder ab 8 Jahren lösbar, aber es gibt auch die Variante Rush Hour Junior, die schon Sechsjährige lösen können.

Das ist immer auch von der Geduld und dem Logikverständnis des jeweiligen Kindes abhängig. Aber nicht nur Ihr Kind wird sich anstrengen müssen, denn sicherlich müssen auch Sie mal ihr Können unter Beweis stellen. Haben Sie aber keine Zeit, mit dem Nachwuchs zu spielen, ist Rush Hour als 1-Mann-Spiel prima zur Alleinbeschäftigung. Da es aus leichtem Kunststoff gefertigt wurde, ist es kein Problem, es mit auf Reisen oder anderswo hin zu nehmen.

Spielzeug vorgestellt: Dixit

Donnerstag, 12. August 2010

Dixit

Das Spiel Dixit stellt die Phantasie der Mitspielenden auf die Probe. Scheinbar kommt das gut an, denn es ist erst kürzlich zum Spiel des Jahres 2010 gewählt worden. Dabei ist es, wer hätte das gedacht, in der Hauptsache ein Kartenspiel mit 84 großformatigen Karten. Auf den Karten, von denen jeder Spieler 6 erhält, sind Zeichnungen abgebildet, die auf den ersten Blick etwas seltsam anmuten. Denn hier gibt es zum Beispiel Karten, auf denen ein Mädchen mit einer Kerze in einer Glühbirne steckt oder ein Rechenschieber, bei dem Planeten die üblichen Kugeln ersetzen. Wenn man nun loslegt, ist in jeder Spielrunde ein anderer Mitspieler der Erzähler, der eine seiner Karten verdeckt auf dem Tisch platziert und dazu eine passende Äußerung von sich gibt. Es ist ganz egal, was es ist, ob ein Wort, ein Satz, der Titel eines Liedes – was immer dem Spieler gerade so einfällt.

Alle weiteren Mitspieler wählen nun von ihren Karten eine aus, die zur Äußerung des Startspielers passen könnte. Alle Karten zusammen werden verdeckt gemischt und danach offen auf dem Tisch ausgelegt. Dann tippt jeder Spieler, welche Karte wohl die des Startspielers gewesen ist. Und dann kommt der Clou an Dixit, denn sollten alle Mitspieler auf eine einzelne Karte als Startkarte tippen, geht der Startspieler leer aus und alle Anderen freuen sich über jeweils zwei Punkte. Das gilt auch im umgekehrten Fall, wenn nämlich niemand die Karte des Startspielers tippt. Er sollte sich also klug äußern, so dass es nicht zu leicht und auch nicht zu schwer ist, denn ansonsten steht er ohne Punkte da.

Tippt aber mindestens ein Spieler auf die korrekte Karte, gibt es gleich drei Punkte für den Startspieler. Wenn ein Spieler eine andere Karte favorisiert hat, ist das Glück für den Besitzer dieser Karte, denn für ihn gibt es dann ebenfalls einen Punkt. Danach kann weitergespielt werden, indem der Nächste eine Idee hat und eine Karte auf dem Tisch platziert. 3 bis 6 Spieler gehen bei diesem Spiel ab 8 Jahren auf Punktejagd. Allerdings bedarf es für großen Spielspaß schon einer größeren Runde, denn mit nur 3 Spielern kann Dixit sein volles Potential nicht unbedingt entfalten. Und für den, der befürchtet, es könne mit den 84 Karten nach einer Zeit langweilig werden, wenn man alle Karten bereits gut kennt, sei die Erweiterung empfohlen, die noch mal 84 weitere Motive bietet.

Spielzeug vorgestellt: Ubongo

Mittwoch, 11. August 2010

Ubongo

Wer beweist Köpfchen und schafft es, die meisten Edelsteine für sich zu gewinnen? Bei Ubongo geht es genau darum: Am Schluss muss man im Besitz der größten Menge an Edelsteine einer Farbe sein. Da es viele verschiedene Farben gibt, ist es egal, welche, Hauptsache, man hat den größten gleichfarbigen Haufen. Aber um das zu Erreichen, muss man erst mal seinen Kopf gründlich anstrengen, denn Ubongo ist Tetris für den Tisch. Für Nichtkenner des PC-Klassikers sei gesagt, dass man bei Tetris verschiedenförmige Bausteine so verbauen muss, dass Reihen entstehen. Reihen werden bei Ubongo allerdings nicht gebildet, dafür muss der Spieler auf den 36 Spielbrettchen, die vorher unter den Mitspielern aufgeteilt werden, nun 3 oder 4 bestimmte Legeplättchen in das vorgegebene Muster so einpassen, dass er als Erster das Feld ausgefüllt hat.

Nur dann darf er Ubongo rufen – und sich als Erster ans Aussuchen von Edelsteinen machen. Zur Verfügung hat jeder Spieler allerdings 12 Legeplättchen unterschiedlichster Art mit verschiedener Größe und Form, bei denen mittels Würfel ermittelt wird, welche davon benutzt werden müssen. Dabei mutet Ubongo sehr afrikanisch an, schon von der dunkelorangenen Aufmachung her und auch von der Gestaltung der Karten. Über den Reihen mit den aufgemalten Legeplättchen sind Zeichen wie Höhlenmalereien aufgemalt, jede Reihe hat ihr eigenes Zeichen. Diese Zeichen, z.B. eine Gazelle, ein Speer mit Schild oder eine Gazelle, findet sich dann auch auf dem Würfel wieder. Würfelt also jemand die Gazelle, werden die Legeplättchen benutzt, die unter der Gazelle aufgemalt sind. Jeder hat eine andere Karte, also hat jeder beim passenden Symbol andere Plättchen und eine andere Form, um das Ganze einzupassen.

Das Gute ist: Schnelldenker und Leute, die Ubongo schon öfter gespielt haben, müssen hier nicht unbedingt im Vorteil sein, denn es gibt zwei mögliche Varianten von Ubongo, die sich zeitgleich verwenden lassen. Zum Einen weisen die Karten auf der einen Seite Reihen mit je vier Legeplättchen auf, aber dreht man sie um, hat man Reihen mit nur noch drei Legeplättchen. So können Anfänger die Variante mit 3 Plättchen und Fortgeschrittene die mit 4 Plättchen benutzen und keiner erleidet einen Nachteil. Übrigens wird Ubongo auf Zeit gespielt, eine passende Sanduhr ist gleich mit dabei.
Doch wie kommt man nun an die begehrten Edelsteine? Auf einem weiteren Spielbereich befinden sich auf einem größeren, langgezogenen Spielplan 6 Reihen, in denen jeweils 12 Edelsteine bunt durcheinander in kleinen Löchern liegen. Ganz unten am Ansatz jeder Reihe sind Felder, auf die die Spieler ihre Figuren platzieren können. Anfangs steht jeder in einer Reihe, doch im Laufe des Spiels stehen mitunter auch mehrere in einer. Hat man es nun geschafft, als Erster mit dem Legen der Plättchen fertig zu sein, darf er auf den Feldern unterhalb der Reihen auf Wanderschaft gehen. Drei Schritte stehen ihm zur Verfügung, die er aber nicht nutzen muss. Er kann auch nur zwei oder einen Schritt gehen oder stehen bleiben. So hat er die freie Auswahl, in welcher Reihe für ihn die besten Steine in den hoffentlich besten Farben liegen. Jeweils 2 darf man pro Herausfoderung nehmen und in seinen Vorrat legen. Doch auch der Zweite, der mit seiner Legetafel fertig ist, darf noch laufen, allerdings nur zwei Reihen weit. Der Dritte geht immerhin noch eine Reihe weit, der Vierte, wenn man mit der vollen Anzahl von 4 Spielern spielt, darf immerhin noch in seiner Reihe Steine nehmen, wenn er denn erfolgreich auf seiner Legetafel war. Wer es nicht in der vorgegebenen Zeit schafft, geht nämlich leider leer aus.

Spielt man zu viert, hat jeder Mitspieler 9 Legetafeln, und es gibt folglich 9 Runden. Zum Schluss, wenn alle Legetafeln jedes Spielers aufgebraucht sind, wird geguckt, wer die meisten Steine einer Farbe auf sich vereint. Haben zwei Spieler die gleiche Anzahl, z.B. der Eine 5 rote Steine und der Andere 5 gelbe Steine, wird nachgesehen, wer von einer zweiten Farbe die meisten Steine auf sich vereint und so weiter. Dann steht der Gewinner fest – und einer zweiten Runde nichts im Wege. Denn Ubongo macht eindeutig Lust auf mehr! Doch mittlerweile gibt es Ubongo auch als Reisespiel und in weiteren Varianten wie „Ubongo – Das Duell“ und „Ubongo Extrem. Dem Spielspaß sind also keine Grenzen mehr gesetzt. Aber Vorsicht – es herrscht akute Suchtgefahr!

Spielzeug vorgestellt:Tipover

Dienstag, 10. August 2010

Tipover

Der Hersteller dieses Spiels heißt „Thinkfun“ – und der Name passt zum Spiel. Ohne Nachdenken gibt es hier nämlich statt Spaß im höchsten Falle Verzweiflung auf ganzer Linie. Tipover ist ein Denkspiel zur Beschäftigung einer Person ab 8 Jahren. Und beschäftigen kann es einen wirklich, wie man denn nun die Getränkekisten kippen muss, um das ersehnte Ziel zu erreichen. Denn das ist es, worum es bei Tipover geht: Getränkekisten aus Plastik so umkippen, dass man vom vorgegebenen Startpunkt ins ebenfalls vorgegebene Ziel kommt.

Hierbei gibt eine Spielkarte vor, welche Kisten man für die aktuelle Herausfordernung benötigt. Die verschiedenen Farben der Kisten stehen dabei für verschiedene Höhen. Neben 40 Herausforderungskarten befinden sich im Lieferumfang des Spiels 10 gelbe 2er-Kisten, 4 grüne 3er-Kisten, 2 blaue 4er-Kisten und die rote Zielkiste. Man benötigt allerdings nicht alle Kisten. Welche der farbigen Kistentürme man pro Aufgabe benötigt, ist auf den Karten mit farbigen Quadraten vermerkt, die an der betreffenden Stelle eingezeichnet sind, an den man den passenden Kistenturm dann setzen muss. Auf der Herausforderungskarte ist die Kiste, auf der das kleine rote Männchen, das die Kisten sinnbildlich kippen soll, starten muss, mit einem roten Rand markiert. Nun stellt man die Figur auf die Kiste und kann loslegen.

Doch in welche Richtung muss die Kiste kippen, damit man die nächste Kiste erreicht, bzw. welches ist denn eigentlich die nächste Kiste? Diese Frage dürfte der Spieler im Laufe des Spiels wohl öfter stellen… Man darf nach dem Kippen mit seiner Figur über die gelegte „Kistenspur“ zu einer anderen Kiste wandern, um dann diese umzuwerfen. Dabei dürfen aber keine diagonalen Sprünge über Lücken hinweg gemacht werden. Kippt eine Kiste, hinterlässt sie ein Loch an der Stelle, wo sie vorher stand, was man mitberechnet sollte, wenn man versucht, sich den zu findenden Weg vorzustellen.

Anfänglich wird einem die Sache auch noch etwas erleichtert, denn die ersten 10 Karten sind für „Beginner“, also Anfänger, gedacht. Über „Intermediate“ geht es zu den „Advanced“-Karten und zum Schluss darf man sich als „Expert“ versuchen. Zusätzlich gibt es als Bonus für die ganz Gescheiten noch gratis Spielkarten als Bonus auf der Seite des Spieleherstellers. Die Internetadresse ist auf der Verpackung vermerkt.
Die Karten, das leichte Plastikbrett, auf das die Kisten gestellt werden müssen, und die Kisten, für die ein passendes Säckchen mit Zugband als Verpackung beiliegt, lassen sich mit ihrem geringen Gewicht und der geringen Größe auch ohne Probleme mit auf Reisen nehmen. Dann können Kinder Tipover völlig problemlos im Auto auf dem Rücksitz als Zeitvertreib spielen – und die Fahrt geht nicht nur schneller vorbei, sondern man lernt nebenher noch was dabei.