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Mattel übersteht den Spielzeugskandal

Sonntag, 17. Februar 2008

Der weltgrößte Spielzeughersteller Mattel, konnte trotz großer Kosten für Rückrufaktionen die Erwartungen der Investoren übertreffen. Die zurück gerufene Barbiepuppe wurde jedoch nur zaghaft verkauft.

Für das vierte Quartal des Jahres 2007 gab Mattel einen Nettogewinn von 328,5 Millionen US-Dollar bekannt. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es nur 286,4 Millionen US-Dollar. Aus dem Grund betrug der Gewinn für jede Aktie 89 Cent. Analysten erwarteten einen Gewinn von 73 Cent je Aktie. Auch der Gesamtumsatz konnte gesteigert werden. Er lag knapp vier Prozent über dem des Vorjahres bei 2,19 Milliarden US-Dollar. Das verschaffte der Aktie einen Schub von elf Prozent nach vorn.Im Ergebnis sind bereits die 42 Millionen Dollar an Kosten für die Rückrufaktionen enthalten. Mattel musste im August 2007 mehr als 20 Millionen Spielzeuge, welche mit starken Sicherheitsrisiken behaftet waren, vom Markt nehmen. Trotz der Skandale des Jahres 2007, ist das Geschäft gut verlaufen.Der erhöhte Umsatz von vier Prozent wird von Mattel mit den positiven Währungskurseffekten begründet. Der Gesamtumsatz in den USA sank um drei Prozentpunkte, während der Umsatz im Export, aufgrund der Dollar-Schwäche, um 18 Prozent zulegte. Der Umsatz des gesamten Jahres konnte um insgesamt sechs Prozent gesteigert werden, auf 5,8 Milliarden US-Dollar. Das Geschäft mit Spielzeugautos lief dabei wesendlich besser als das mit den Puppen. Die Barbie-Puppen konnten nur um einen Prozentpunkt zulegen, während die kleinen Flitzer von Hot Wheels und Matchbox knapp 14 Prozent mehr Umsatz erzielten.Das Unternehmen kündigte zudem an, dass sie das derzeitige Aktienrückkaufprogramm um 500 Millionen Euro aufstocken möchten. Dieses Programm wurde vor fünf Jahren gestartet und insgesamt wurden bereits Anteile im Wert von 2 Milliarden US-Dollar von Mattel zurück gekauft.