Artikel-Schlagworte: „Spielzeugsicherheit“

Spielzeugsicherheit – Ein zentrales Thema der Spielwarenmesse in Nürnberg

Samstag, 26. Januar 2008

Nach den vielen Skandalen rund um Spielzeugsicherheit und Spielzeug aus China, haben sich die Veranstalter der Nürnberger Spielwarenmesse dazu entschieden, das Thema Spielzeugsicherheit ganz groß zu schreiben. Die Nürnberger Spielzeugmesse ist die internationale Leitmesse der Branche und besitzt einen hohen Stellwert in der Industrie.

Das „Testing & Inspecting Center“ wir in der Halle 11.1, C-14 a-d aufgebaut. Direkt vor Ort findet der interessierte Besucher kompetente Ansprechpartner vom TÜV Süd, von der Modern Testing Services Germany GmbH, von LGA QualiTest und von Oxford Instruments. Auch die obligatorischen Rundgänge des Gewerbeaufsichtsamtes werden in diesem Jahr vollzogen. Das Gewerbeaufsichtsamt macht jedes Jahr auf der International Toy Fair in Nürnberg Stichproben zur Überprüfung der Spielzeugsicherheit.

Im InnovationsCenter in der Halle 4, C-19 bis E-20 befindet sich das Branchenforum. Dieses Jahr werden dort viele Expertengespräche zum Thema Spielzeugsicherheit geführt.
Folgende Vorträge und Diskussionen zum Thema Spielzeugsicherheit finden dieses Jahr statt:

Montag, 11.02.2008 um 14:30 Uhr
Vortrag zum Thema:
„Spielzeugsicherheit: Neue Chance für die Branche?“
Im Anschluss ab 15:00 Uhr findet eine Podiumsdiskussion zum Thema Spielzeugsicherheit statt.
Moderation: Peter Lang, Chefredakteur das Spielzeug, Meisenbach Verlag
Podiumsteilnehmer:
• Emilia Müller, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, München
• Christian Gicklhorn, LGA QualiTest GmbH Zentrum für Produktanalytik und Produktsicherheit

Mit sicherem Spielzeug wird gut gespielt

Freitag, 18. Januar 2008

Der Ulmer Verein „spiel gut“ stellt wiedermal eine neue CD vor, welche nur so vor Informationen überquillt. Von der Babyrassel bis hin zum Experimentierkasten werden auf der neuen CD von „spiel gut“ knapp 2500 geprüfte und ausgezeichnete Spielzeuge vorgestellt. Erstmals ist auch eine Suche nach dem Herstellungsland möglich.

Der Verein mit dem langen Namen „spiel gut Arbeitsausschuss Kinderspiel und Spielzeug e.V.“ ist in Ulm stationiert und wird bereits seit 50 Jahren betrieben. Es arbeiten viele Spezialisten aus den Bereichen der Pädagogik, der Psychologie, der Medizin, der Technik, der Chemie, der Kunst und Architektur arbeiten bei „spiel gut“. Sie arbeiten ehrenamtlich und unabhängig von der Spielzeugindustrie miteinander. Sie versuchen „gutes Spielzeug, das die körperliche, geistige, emotionale und soziale Entwicklung der Kinder positiv beeinflussen kann“ zu ermitteln und auf Herz und Nieren zu testen.

Die CD ist eine Art Dokumentation der Spielzeuggeschichte. Rund 2500 Spielsachen, welche seit 1955 ausgezeichnet wurden und welches es noch zu kaufen gibt, sind in der Datenbank der „spiel gut“-CD involviert. Ein ausgezeichnetes Spielzeug durchlief bei „spiel gut“ jede Menge Tests, welche auch mit Kindern durchgeführt wurden. Getestet wurde das Spielzeug nach Kriterien wie zum Beispiel Spielsachen für das erste Lebensjahr oder nach dem Geschicklichkeitsgrad.

Tipps zum Spielzeugkauf

Donnerstag, 17. Januar 2008

Es gab in der letzten Zeit kaum eine Woche ohne neue Schlagzeilen, um gefährliches Spielzeug aus China. Blei in Lokomotiven und Kinderlätzchen, Drogen in Bastelsets sind nur zwei Beispiele aus vielen Vorwürfen. In diesem Artikel können sich besorgte Eltern ein paar Tipps zum Spielzeugkauf holen.

Ein erstes Indiz für eine Qualitätskontrolle ist das Prüfzeichen. “Verbraucher sollten grundsätzlich auf Prüfzeichen achten, vor allem, wenn es um die Sicherheit von Babys und Kleinkindern geht” betont Ralf Diekmann, Sprecher beim TÜV Rheinland in Köln. Der TÜV Rheinland macht jedes Jahr mehr als 100.000 Tests und ist damit führender Spielzeugprüfer weltweit. Wer sein Vertrauen nicht mehr in die Hersteller- und Importeurhände, sollte die Augen für drei Prüfzeichen offen halten. Die wichtigsten Prüfungszeichen sind das GS-Zeichen, das Proof-Zeichen und das LGA tested Quality Zertifikat.

Spielzeug ohne Prüfsiegel ist dennoch nicht automatisch schlecht. Lediglich die Qualität wird bei diesen Spielzeugen nicht überwacht. Wenn man sich Spielzeug ohne Prüfsiegel anschaffen möchte, so sollte man dies über große Verkaufshäuser oder über den Fachhandel tun. Diese haben meist eigene Qualitätssicherungen und können sich einen schlechten Ruf, welcher durch den Verkauf von gefährlichem Spielzeug schnell entsteht, nicht leisten. Man sollte bei solchen Spielzeugen die Finger vom Internethandel machen, denn so schnelllebig wie das Internet ist, so sind auch die Internethändler von einem auf den anderen Tag verschwunden.

Ein weiterer Tipp ist, dass man das Spielzeug in die Hand nehmen sollte. Halten Sie die Augen offen nach scharfen Ecken oder Kanten oder nach leicht ablösbaren Einzelteilen wie Augen oder Knöpfen. Auch den Farbtest sollt man vornehmen. Dafür rubbelt man mit dem Finger stark am Spielzeug. Bleiben Farbreste am Finger zurück, ist das Spielzeug nicht zu empfehlen. Produkte die stark und unangenehm riechen beinhalten in vielen Fällen Schadstoffe, welche ihrem Kind schaden können. Vor allem lackiertes Holzspielzeug und Weichgummispielzeug ist davon oftmals betroffen.

Neben dem CE-Kennzeichen sollten auch alle Bedienhinweise auf der Rückseite des Spielzeuges in deutscher Sprache vorhanden sein. Auch die Angaben zum Hersteller oder Importeur sollten in der Landessprache vorhanden sein. Mit ein paar kleinen Tipps wird auch Ihr Spielzeugeinkauf ein großer Erfolg.

Viele chinesische Spielzeugfabriken müssen Schließen

Mittwoch, 16. Januar 2008

Nach langer Zeit machen sich nun die Rückrufaktionen des gefährlichen chinesischen Spielzeuges bemerkbar. Die ganze Branche hat einen herben Rückschlag einstecken müssen, welchen nicht jeder Spielzeughersteller verkraftet. Nach den millionenfachen Rückrufen droht hunderten chinesischen Spielzeugherstellern der Bankrott. Dies gab nun ein Branchensprecher bekannt.

Da nun die Qualitätskontrollen verschärft wurden haben sich die Kosten für die interne Qualitätsprüfung zum Teil versechsfacht. Kombiniert man die höheren Qualitätskosten mit den steigenden Löhnen und den steigenden Rohstoffkosten, so dürften die Herstellungskosten im Jahr 2008 rund 15 Prozent höhen liegen als noch im Jahr 2007. Durch diese steigenden Kosten droht nun hunderten Spielzeugfabriken das Aus. Vor allem die kleineren und mittelständischen Unternehmen sind stark von einem Bankrott bedroht, denn diese hielten sich aus Sorge um die Qualität ihrer Produkte an die größeren Unternehmen. Diese müssen nun komplett Eigenständig neue Qualitätskontrollcenter einrichten und sich um ihre Produkte besser kümmern. Aufgrund der hohen Kostenbelastung sehen manche keine Chance mehr darin, auf dem Markt bestehen zu bleiben.

Auf der Spielzeugmesse in Hongkong wurde versucht, dass chinesische Image wieder gerade zu rücken. Mit vielen Neuerungen und Innovationen im Bereich der Spielzeugsicherheit ist dies wohl auch vorerst gelungen. Doch nun müssen neben den Worten Taten folgen. Die Chefs der deutschen und der amerikanischen Spielzeugindustrien sind sich sicher, dass der Preis steigen wird. Im selben Zug jedoch steigen auch die Qualität und die Sicherheit der chinesischen Spielzeuge.

China verschärft Auflagen für Spielzeugqualität

Mittwoch, 16. Januar 2008

Nach vielen negativen Schlagzeilen, erreichen uns doch positive Nachrichten aus China. Aus Auflagen für die Qualität von Spielzeug, welches in China produziert wird, wurden drastisch verschärft. Auf der zweitgrößten Spielzeugmesse der Welt, welche in Hongkong statt fand, teilte Li Qingxiang, Vizechef der Exportkontrollbehörde der südchinesischen Provinz Kanton, am Mittwoch mit, dass zukünftig sieben Spielzeug-Arten Exportlizenzen benötigen. Ebenso wurde die Lizenzdauer von fünf Jahren auf drei Jahre verkürzt. So müssen diese Lizenzen bereits nach drei Jahren erneuert werden. In die Qualitätskontrollen kommen künftig unter anderem auch Videospiele. Diese Maßnahmen sind notwendig, damit China auch weiterhin weltgrößter Spielzeugexporteur bleiben kann.

Die chinesischen Spielzeughersteller hätten in die Qualität und die Sicherheit von Spielzeug nur vernachlässigt, da die Käufer immer günstigere Ware verlangten, betonte Li bei der Nachrichtenagentur AFP. Aufgrund der verschärften Qualitätskontrollen müssen sich Verbraucher nun auf steigende Spielzeugpreise gefasst machen. Jedoch begrüßen viele chinesische Großkunden diese Vorgehensweise. Carter Keithley, Chef des US-Spielzeugverbandes, betont:“ Über Sicherheit sei nicht zu verhandeln. Sollten die neuen Maßnahme die Preise steigen lassen, müssen die Verbraucher dies akzeptieren.“

Die komplette Debatte über Spielzeugsicherheit entstand in den vergangenen Monaten. In Deutschland, den USA und anderen Ländern riefen viele Hersteller ihr Spielzeug aufgrund giftiger Inhaltssubstanzen zurück. Der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie prognostiziert, dass aufgrund der steigenden Kosten für Löhne, Qualitätsprüfungen und Rohstoffe, alle chinesischen Spielwaren im Preis steigen werden.

Die Hong Kong Toys & Games Fair ist eröffnet

Donnerstag, 10. Januar 2008

Die größte asiatische Spielzeugmesse öffnete am Montag den 07.01.2008 ihre Pforten. Die Hong Kong Toys & Games Fair ist mit 2000 Ausstellern, welche aus insgesamt 36 Ländern und Provinzen stammen, das Mekka der asiatischen Spielzeugindustrie. Insgesamt dauert die Ausstellung vier Tage. Neben verschiedenen Workshops werden sieben Hauptausstellungen vorgestellt. Einpaar dieser Hauptausstellungen sind zum Beispiel China, Deutschland, Italien und Südkorea.

China ist das größte Exportland, wenn es um Spielzeug geht. Allein 40 Prozent der produzierten Spielzeuge wurden nach Nordamerika exportiert. Nach Europa exportierte das Land immerhin noch 25 Prozent. Mit zwölf Milliarden Euro, ist der Umsatz im Jahr 2007 um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Doch bereits Mitte 2007 trübten einige Vorfälle die asiatische Spielzeugindustrie. Allein wegen der millionenfachen Rückrufe von giftigem Spielzeug droht vielen Spielwarenherstellern das Aus. Zu den steigenden Lohn- und Rohstoffkosten, gesellen sich nun bis zu sechsmal höhere Qualitätsprüfungskosten. Die Gesamtkosten dürften im Jahr 2008 demnach 15 Prozent höher als in 2007 ausfallen.

Eine Besserung der Gesamtlage ist in Sicht. Im Schlussquartal des vergangenen Jahres wurden ca. 2000 Firmen von Behörden überprüft und einige verloren daraufhin ihre Lizenzen. Die Kontrollen werden von den Behörden genauso ernst genommen wie von der kompletten Wirtschaft. Westliche Einkaufsmanager sind zuversichtlich, dass sich China zum Positiven entwickelt, was die Spielzeugsicherheit angeht.

Bund und Länder einig: Maßnahmen zur Sicherung von Spielzeug höchste Priorität

Sonntag, 9. Dezember 2007

Bundeswirtschaftsminister Michael GlosEine Initiative von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos brachte den Stein ins Rollen: Nach der Berichterstattung über Vorfälle mit gefährlichem Spielzeug beschloss die Wirtschaftsministerkonferenz (WMK) im Einvernehmen mit Bund und Ländern eine Verbesserung der Sicherheit von Spielzeug und räumt damit dem Schutz der Kinder höchste Priorität ein. Bereits im August 2007 veranstaltete das Bundesministerium für Wirtschaft einen Workshop, um Institutionen auf Bundes- und Landesebene, Vebraucherschutz- und Wirtschaftsverbände für das Thema zu sensibilisieren. Die Teilnemer dieser Veranstaltung waren sich schnell einig: Maßnahmen zur eine effizienten Überwachung des Spielzeugmarktes sind zukünftig unerlässlich und die Verbraucherrolle soll durch gezielte Aufklärung deutlich gestärkt werden.

Öffentliche Warnhinweise des Handels
Besonders erfreulich: Sowohl Vertreter der Spielwaren-Industrie als auch der Marktaufsichtsbehörden und des BMWi konnten sich auf konkrete Sofortmaßnahmen einigen. Im Falle der besonderen Gefahr bezüglich verschluckbarer Magnet-Teile gibt es auf Veranlassung der Marktaufsichtsbehörde bereits seit dem disjährigen Weihnachtsgeschäft im Handel öffentliche Warnhinweise für Verbraucher. Dies ist jedoch erst der Beginn einer Vielzahl an weiteren Schutz-Maßnahmen. So wird gleich zu Beginn des Jahres 2008 eine Verordnung in Kraft treten, die eine unmittelbare Warenkennzeichnung auf Magnetspielzeug vorschreibt. Diese Maßnahme wurde – gebündelt von den Ländern – bereits bei der zuständigen EU-Kommission in Brüssel eingereicht. Zudem soll es auf Anregung von Bundeswirtschaftsminister Glos innerhalb einer Überabeitung der EU-Spielzeugrichtlinie zu einer verbindlichen Prüfung für Spielzeug durch eine noch näher zu bezeichnende, zuständige Stelle kommen. Diese Maßnahme wird von der Spielzeugindustrie ausdrücklich unterstützt.

Vielzahl an Vorsorge-Maßnahmen
Vor dem Hintergrund schwerer Unfälle, wonach Kinder durch Verschlucken von Kleinteilen verletzt wurden, ist bereits eine Studie des BMWi zur Beschleunigung einer Europäischen Normung von Magneten in Spielwaren in Auftrag gegeben worden. Zusammen mit der korrigierten EU-Spielzeugrichtlinie soll die neue Spielzeugnorm für eine deutlich erhöhte Sicherheit sorgen. Möglichkeiten, die Sicherheit deutlich zu verbessern, werden auch in China diskutiert. So treffen sich Vertreter des BMWi mit Vertretern der chinesischen Sicherheitsbehörden direkt vor Ort zum Zweck einer verbindlichen deutsch-chinesischen Vereinbarung. Eindeutig auch der Appell des BMWi an alle Spielwaren-Käufer, das Augenmerk besonders auf Qualität und Sicherheit zu legen und Ware mit Prüfsiegeln, wie etwa dem GS-Zeichen (“Geprüfte Sicherheit”) den Vorzug zu geben.

Insgesamt tragen die von Bund, Ländern und Spielzeugherstellern gebündelten Maßnahmen sowie eine wesentlich größeren Aufmerksamkeit auf Sicherheitsstandard beim Kauf zukünftig zu einer deutlichen Abwehr von Gefahren in Punkto Sicherheit für Kinder bei. Dies ist insbesondere dem schnellem Handeln aller beteiligten Organisationen zu verdanken.

Weiterführende Informationen:
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Quelle:
WEKA Produktsicherheit

Einfuhrverbot für Spielzeuge aus China vom Tisch

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Das drohende Einfuhrverbot für Spielzeuge aus China ist nicht mehr im Gespräch

Laut der EU-Kommissarin für Verbraucherschutz Meglena Kunevra, gibt es für die Europäische Union inzwischen keine Veranlassung mehr, die Einfuhr von Spielzeugen aus China zu verbieten.

Zu diesem Ergebnis kam die Europäische Kommission, nachdem die zweimonatige, selbst gesetzte Frist zur Überprüfung der derzeitigen Kontrollmechanismen zur Produktsicherheit von Spielzeugen – in Hinblick auf den Handelspartner China – im November endete.

Im Fokus der Untersuchung stand dabei neben der Analyse der derzeitigen Aufsichts- und Kontrollsysteme vor allem die Frage, wie schnell bei etwaigen Verstößen gegen die Produktsicherheit reagiert werden kann.

Keine Kompromisse bei der Verbrauchersicherheit zu machen – das war das erklärte Ziel dieser Untersuchung, die durch Kunevra eingeleitet wurde.

China ist größter Produzent von Spielzeug für den europäischen Markt

Der überwiegende Anteil des in Europa verkauften Spielzeuges wird inzwischen in China produziert. Nach einer Einschätzung der Eu-Kommission sind die derzeit vorhandenen Vorschriften zum Schutz der Konsumenten grundsätzlich ausreichend.

Nach dem die chinesischen Behörden zwischenzeitlich die Sicherheitskontrollen bei der Produktion von Spielzeugen nachdrücklich verstärkt haben, sind laut Brüssel die Gründe für ein Einfuhrverbot für Spielzeug aus China weggefallen. Die Europäische Union baut auf China als wichtiger Kooperations- und Handelspartner.

Es bleibt abzuwarten, ob China tatsächlich bis Dezember 2007 ein eigenes Meldesystem nach europäischem Vorbild für Verstöße gegen die Sicherheitsrichtlinien eingerichtet hat. Hier in Europa sorgt das Schnellwarnsystem Rapex für ein schnelles Eingreifen bei Produkten (außer Lebensmittel) von denen eine Gefährdung der Sicherheit und Gesundheit ausgehen kann.

Mattel reagierte auf die Gefahren

Der weltweit größte Spielzeughersteller Mattel hatte in diesem Sommer mehrere große Produktrückrufaktionen gestartet, weil von den verkauften Produkten Risiken für die Gesundheit von Kindern ausgingen. Hergestellt wurden diese Produkte zu einem großen Teil in China. Beanstandungen gab es hinsichtlich der verwendeten, bleihaltigen Farben und kleinteilige Magnete, die von Kleinkindern leicht verschluckt werden können.

Spielzeuge, die Magnetteile oder Magnete enthalten, sollen nach dem Willen von Bund und Länder in Deutschland noch in diesem Jahr mit entsprechenden Warnhinweisen versehen werden. Der Wirtschafts-Sekretär Dr. Joachim Wuermeling, Koordinator der Europapolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, sicherte der Eu-Kommissarin Kunevra die Unterstützung der Bundesregierung in dieser Frage zu.

Quelle: tagesschau.de

Spielzeugsicherheit – Was ist CE, TÜV GS, Spiel-Gut

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Kinder sind ein wichtiges Gut der Gesellschaft. Es sollte daher oberste Priorität haben, sie zu schützen. Dies gilt insbesondere bei der Verwendung von Spielzeug. Erst im August 2007 musste der Spielwarenhersteller Mattel 21 Millionen seiner bereits ausgelieferten Produkte zurückrufen, da diese entweder mit bleihaltiger Farbe behandelt wurden oder Konstruktionsfehler aufwiesen. Auch einige andere Hersteller mussten Rückrufaktionen starten.

Verunsicherte Eltern fragen sich nun, woran man unbedenkliches Spielzeug erkennt und welche Produkte als Geschenke für den Gabentisch geeignet sind. Auch Politiker, Vertreter der Industrie und Verbraucherschützer diskutieren nun diese Frage, um die Sicherheit bei Spielzeug in Deutschland und Europa zu erhöhen.

Ein erster richtiger Schritt stellt die Anpassung der mittlerweile mehr als 20 Jahre alten europäischen Spielzeugrichtlinie dar. Sie regelt die Normen für in Europa hergestellte Waren bzw. für Spielzeug, welches in Europa verkauft werden soll. Um Hersteller im Falle belasteter oder fehlerhafter Waren belangen zu können ist es weiterhin wichtig zu wissen, wo diese hergestellt wurden, denn immer häufiger werden Waren im Land „unbekannt“ produziert. Eine Rückverfolgung ist so nicht möglich.

Ein weiteres Merkmal der Sicherheit ist das Zeichen GS, welches für „Geprüfte TÜV GSSicherheit“ steht. Es wird vom TÜV verliehen, der die Spielwaren vor Markteinführung auf deren Risiken überprüft. Produkte mit diesem Zeichen erfüllen somit die Anforderungen des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes. Der Verband der Deutschen Spielwarenindustrie rät allen seinen Mitgliedern zu dieser Überprüfung, um den Verbrauchern Sicherheit zu geben.

CE LogoFast 80% aller in Deutschland verkauften Spielwaren werden allerdings in China und anderen asiatischen Ländern hergestellt. Auch dort ist es möglich, die Waren vom TÜV überprüfen zu lassen, denn dieser ist dort mit 450 Personen vertreten. Viele Hersteller lassen schon heute die CE Zertifikate vom TÜV erstellen oder auch die TÜV GS Zertifikate für Ihre Produkte erstellen. Die Produkte der linofant GmbH, wie z.B. das Reisebett, die Hüpfburg, der Wickeltisch Heizstrahler, das Gartentrampolin oder der Kletterturm sind TÜV geprüft. Leider sind vielen anderen Unternehmen dort die Prüfkosten meist zu hoch, obwohl diese nur einen kleinen Teil des Budgets ausmachen würden.

Spiel GutEin weiteres Sicherheitsmerkmal stellt das Prüf- und Sicherheitszeichen Spiel-Gut dar. Es wird von Eltern und Pädagogen vergeben, wenn ein Spielzeug im Hinblick auf Sicherheit und Umweltverträglichkeit als unbedenklich eingestuft wurde und pädagogisch sinnvoll die Entwicklung des Kindes unterstützt.

Doch nicht immer sind die Produktionsbedingungen in Asien Schuld an den Sicherheitsmängeln, schließlich wurde ein Großteil der Spielwaren aufgrund von Konstruktionsfehlern zurückgerufen. Eine weitere Gefahr geht vom Transport der Waren aus, denn die Container werden oftmals mit Giftstoffen behandelt, die in der EU bereits seit Jahren verboten sind. Derzeit wird überprüft, ob und in welchem Umfang die Waren dieses Gift annehmen.

Natürlich ist es nicht möglich, weltweit eine 100%ige Kontrolle aller Waren zu bieten. Ziel muss es vielmehr sein, die Mitgliedsstaaten in die Verantwortung zu nehmen und vermehrte sowie verbindliche Kontrollen durchzuführen. Auch die Weiterbildung der Marktaufsicht würde viele Probleme lösen, denn nicht alle hier tätigen Mitarbeiter verfügen über das notwendige Fachwissen.

Eltern, Großeltern oder Verwandte, die Kindern Spielzeug kaufen wollen, sollten in erster Linie auf die oben genannten TÜV- und Spiel-Gut-Siegel achten. So können Mängel nahezu ausgeschlossen werden. Diese Zeichen sollten allerdings nicht mit dem CE-Zeichen verwechselt werden, denn dieses gibt lediglich an, dass das Spielzeug den europäischen Normen entspricht. Eine Aussage über die Sicherheit kann hier nicht getroffen werden.

Ein Vergleich der Spielzeuge lohnt sich aber, denn nicht immer müssen gute Waren auch viel kosten.

Ihr linofant Team

ZDF Bericht zum Thema China und Spielzeugsicherheit

Dienstag, 4. Dezember 2007

Sehr Interessanter Bericht im ZDF zum Thema Spielzeugsicherheit.
Aus dem Inhalt:

  • Was ist der Unterschied zwischen CE Norm (EN71) und TÜV GS
  • Welche Maßnahmen hat die EU Kommision beschlossen
  • Neue Spielzeugrichtlinie im Frühjahr 2008

schauen Sie sich das Video kurz an. Laufzeit ca. 3 min.

 heute Sendung am 22.11.2007

Viel Spaß beim Anschauen
Ihr Linofant Team