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LEGO-Fälschungen On Mass

Dienstag, 18. März 2008

Da hat die Marsdorfer Polizei letzte Woche bei einer Razzia in einer chinesischen Sportartikelfirma nicht schlecht gestaunt. Anstatt diversen Sportartikeln fand die Polizei bergeweise gefälschtes LEGO Spielzeug. Die Beamten fanden die Plagiate in einem Abstellraum auf dem Firmengelände. Soweit bisher bekannt wurde, stammen die Fälschungen aus dem asiatischen Raum.
Insgesamt wurden weit mehr als hundert Kartons, welche bis oben hin mit LEGO-Fälschungen waren, aus den Lagerräumen herausgebracht.

Zurzeit lagert die Polizei das Spielzeug in ihrer Asservatenkammer des Polizeipräsidiums. Der Polizeisprecher Winfried Südkamp meinte: „Das war ein klassischer Zufallsfund. Von Kollegen aus Rheinland-Pfalz hatten wir einen Hinweis, dass sich im Lager gefälschte Sportschuhe befinden könnten.“ Statt den gefälschten Sportartikeln, fand man gefälschtes Spielzeug. In den Kartons befanden sich allerlei LEGO Spielzeuge. Von Hubschraubern, Düsenflugzeugen, Passagiermaschinen, über Raumschiffe, Weltraumexpeditionen, bis hin zu Schiffen, Fahrzeugen und LEGO Männchen. Auf den Kartons war der Markenname LEGO jedoch nicht zu finden. Das eigentliche Logo wurde durch chinesische Schriftzeichen ersetzt.

Beim TÜV-Rheinland arbeiten mitunter 180 Spielzeugprüfer, welche zum größten Teil die asiatischen Produktionen überwachen. Das Spielzeug unterliegt von Asien bis Deutschland drei Kontrollen, doch einzelne Fälschungen schaffen es in die kleineren Geschäfte. „Gefährlich wird es, wenn sich Kleinteile vom Spielzeug lösen, die Kinder verschlucken können. Zudem können die Kunststoffsteine Schadstoffe enthalten“, meint der TÜV-Sprecher Ralf Diekmann.

Laut des Inhabers des Lagers in Marsdorf, hatte dieser keine Ahnung von den Plagiaten, da er die Kartons lediglich für einen Bekannten zur Lagerung aufbewahrte. Nun begann die Polizei mit ihren Ermittlungen nach den Eigentümer der Ware.