Artikel-Schlagworte: „Kartenspiele“

Spiel vorgestellt: Wizzard

Freitag, 27. August 2010

Wizzard

Wizzard kann regelrechte Epidemien ausgelösen. Wer es woanders kennenlernt, kauft es sich nämlich ganz rasch selber, das beruht auf eigener Erfahrung! Wizzard ist ein Kartenspiel für 3 bis 6 „Zauberer“ ab 10 Jahren. Es gibt Karten von 1 bis 13 in 4 verschiedenen Farben, hinzu kommen 4 neutrale Zauberer und Narren. Die magisch anmutende Aufmachung der Karten hat nichts zu besagen, sie sieht einfach nur mystisch aus.

Am Anfang bekommt jeder Mitspieler nur eine Karte, bei der nächsten Runde dann zwei und so weiter, bis alle Karten ausgeteilt sind. In jeder Runde muss man tippen, wie viele Stiche bekommt. Allerdings tippen ja alle, somit will auch jeder seinen Tipp wahr machen – denn wer falsch liegt, bekommt pro Stich 10 Minuspunkte.10 pro Stich! Wer richtig liegt, bekommt 10 Pluspunkte pro Stich und 20 Punkte für den richtigen Tipp. Eine Farbe wird für jede Runde zur Stichfarbe erklärt (durch Umdrehen der obersten Karte vom Stapel). Während Zauberer alles abstechen, haben Narren eigentlich keinen Wert, helfen aber, wenn man Gefahr läuft, zu viele Stiche zu ergattern und einen Narr einfach „abwirft“. Denn dann erhält man den Stich auf keinen Fall.

Diese neutralen Karten können immer gespielt werden, während ansonsten die Farbe bedient werden muss, die aufgespielt sind. So ist es manchmal gar nicht so einfach, die passenden Stiche zu bekommen – oder nicht gar zu viele davon! Boykotte sind nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht, denn nur so lassen sich die Gegner auf Dauer ausbremsen.

Spielzeug vorgestellt: Dixit

Donnerstag, 12. August 2010

Dixit

Das Spiel Dixit stellt die Phantasie der Mitspielenden auf die Probe. Scheinbar kommt das gut an, denn es ist erst kürzlich zum Spiel des Jahres 2010 gewählt worden. Dabei ist es, wer hätte das gedacht, in der Hauptsache ein Kartenspiel mit 84 großformatigen Karten. Auf den Karten, von denen jeder Spieler 6 erhält, sind Zeichnungen abgebildet, die auf den ersten Blick etwas seltsam anmuten. Denn hier gibt es zum Beispiel Karten, auf denen ein Mädchen mit einer Kerze in einer Glühbirne steckt oder ein Rechenschieber, bei dem Planeten die üblichen Kugeln ersetzen. Wenn man nun loslegt, ist in jeder Spielrunde ein anderer Mitspieler der Erzähler, der eine seiner Karten verdeckt auf dem Tisch platziert und dazu eine passende Äußerung von sich gibt. Es ist ganz egal, was es ist, ob ein Wort, ein Satz, der Titel eines Liedes – was immer dem Spieler gerade so einfällt.

Alle weiteren Mitspieler wählen nun von ihren Karten eine aus, die zur Äußerung des Startspielers passen könnte. Alle Karten zusammen werden verdeckt gemischt und danach offen auf dem Tisch ausgelegt. Dann tippt jeder Spieler, welche Karte wohl die des Startspielers gewesen ist. Und dann kommt der Clou an Dixit, denn sollten alle Mitspieler auf eine einzelne Karte als Startkarte tippen, geht der Startspieler leer aus und alle Anderen freuen sich über jeweils zwei Punkte. Das gilt auch im umgekehrten Fall, wenn nämlich niemand die Karte des Startspielers tippt. Er sollte sich also klug äußern, so dass es nicht zu leicht und auch nicht zu schwer ist, denn ansonsten steht er ohne Punkte da.

Tippt aber mindestens ein Spieler auf die korrekte Karte, gibt es gleich drei Punkte für den Startspieler. Wenn ein Spieler eine andere Karte favorisiert hat, ist das Glück für den Besitzer dieser Karte, denn für ihn gibt es dann ebenfalls einen Punkt. Danach kann weitergespielt werden, indem der Nächste eine Idee hat und eine Karte auf dem Tisch platziert. 3 bis 6 Spieler gehen bei diesem Spiel ab 8 Jahren auf Punktejagd. Allerdings bedarf es für großen Spielspaß schon einer größeren Runde, denn mit nur 3 Spielern kann Dixit sein volles Potential nicht unbedingt entfalten. Und für den, der befürchtet, es könne mit den 84 Karten nach einer Zeit langweilig werden, wenn man alle Karten bereits gut kennt, sei die Erweiterung empfohlen, die noch mal 84 weitere Motive bietet.

Spielzeug vorgestellt: Zoff im Zoo

Montag, 9. August 2010

Zoff im Zoo

Im wahren Leben bekommt man ja gelegentlich zu hören, man solle aus einer kleinen Sache mal nichts Großes machen, im Klartext: Mach aber bitte mal aus einer Mücke keinen Elefanten. Bei diesem Kartenspiel vom „Spiele von Doris und Frank“-Verlag muss man aber eben genau das tun, ansonsten kommt man auf keinen grünen Zweig oder in diesem Fall wohl eher an keinen Stich. Bei diesem Kartenspiel geht es nämlich darum, die meisten Punkte zu bekommen, indem man mit seinen Tieren die möglichen Stiche abkassiert und möglichst rasch alle Tiere auf seiner Hand los wird. Manche der Tierkarten lassen den Spieler anfangs grübeln, was ein Fuchs, eine Maus und ein Igel denn bitte in einem Zoo zu suchen haben, dem Spaß des Spiels tut das aber keinen Abbruch, von da ab denkt man besser gar nicht darüber nach.

Obwohl die Igel zu allem Überfluss auch noch sehr wichtige Tiere sind bei „Zoff im Zoo“, denn nur, wer in den gewonnen Stichen zum Schluss einen Igel hat, bekommt keinen Minuspunkt. Von den Löwen, wie alle Tiere 5-fach vorhanden (nur von den Mücken gibt es bloß 4), sollte man am besten mehr als zwei besitzen, denn dann bringen sie ihrem Besitzer entsprechend ihrer vorhandenen Anzahl im eigenen Stich Punkte ein. Hinzu kommen Punkte, die mit der Reihenfolge des Ausmachens abnehmen. Der Erste, der es schafft, alle Tiere los zu werden, bekommt so viele Punkte, wie Mitspieler am Tisch sitzen, der nächste Mitspieler, der keine Karte mehr besitzt, einen Punkt weniger usw. Der Letzte, der ausmacht, bekommt allerdings keinen Punkt mehr.

Aber nun mal von vorne: Auf der Karte jedes Tieres sieht man das Tier selbst in halber Kartengröße und oben an den Ecken noch je zwei Mal im Kleinformat. Über ihm schwebt eine Art Sprechblase, in der man das Tier oder die Tiere sieht, von dem das Tier der Karte geschlagen werden kann oder wovor es Angst hat. Dem Elefanten kann man zum Beispiel nur mit einer kleinen Maus Paroli bieten! Mücken, die schwächsten Tiere in der Nahrungskette dieses Spiel, müssen sich zwar Mäusen, Igeln und auch einem Haufen kleiner Fische geschlagen geben, aber wehe, man hat einen Elefanten auf der Hand. Dann kann man seine Mücke(n) nämlich zusammen mit dem Elefanten ausspielen und so erfolgreich eine Mücke zum Elefanten machen! Denn es ist möglich, anstatt von einem Tier auch eine ganze Tiergruppe auszuspielen, wobei von 2 bis 5 Tieren alles möglich ist, so man diese denn auf seiner Hand hat. Die Mitspieler dürfen immer nur so überbieten, wie vorgespielt wurde, also auf einen ausgespielten Fuchs kann man nur einen Igel legen – oder auf zwei Tiere der vorgegebenen Gruppe, hier also Füchse, erhöhen. Über den allmächtigen Wal geht hingegen fast gar nichts, es sei denn, jemand legt zwei Wale auf das eine ausgelegte Exemplar. In diesem Falle, oder wenn keiner mehr Karten auf die ausgelegten Karten legen kann oder will, geht der Stich in den Besitz desjenigen Spielers, der zuletzt Karten abgelegt hatte.

Beendet ist das Spiel, wenn zwei oder mehr Spieler mindestens 19 Punkte erreicht haben. 3 bis 7 Spieler können mitspielen, als optimal werden 4 bis 6 angegeben. Zusätzlich ist in der Anleitung noch eine Team -Variante aufgeführt, die weiteren Spielspaß bietet. Für den besseren Überblick, welches Tier von welchem anderen Tier erschreckt oder verspeist werden kann, befindet sich hinten in der Anleitung eine kleine Übersichtsgrafik. Das taktische Kartenspiel für alle Zoofans lässt sich ab 10 Jahren aufwärts spielen.