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Warnhinweise für Magnetspielzeug

Freitag, 7. März 2008

Die EU-Kommission hat nun einen Entwurf vorgelegt, dass Spielzeug, welches Magnete enthält, künftig mit einem Warnhinweis versehen werden muss. Die Mitgliedsstaaten haben daraufhin im Ausschuss für allgemeine Produktsicherheit dem Vorschlag der EU-Kommission zugestimmt. Die neue Verordnung richtet sich vor allem an Spielzeug, welches ablösbare oder unbefestigte Magnete beinhaltet. Aber auch Spielzeuge mit magnetischen Teilen sind betroffen. Magnete sind gesundheitsschädigend und können von Kindern leicht verschluckt werden.

„Die Magnete in Spielzeug sind häufig winzig klein, aber trotzdem sehr stark. Es gibt immer mehr Erkenntnisse darüber, wie gefährlich die Verletzungen tatsächlich sind, die Kinder sich zuziehen können, wenn sie heraus gelöste Magnete in den Mund nehmen und verschlucken. Bei dem Warnhinweis handelt es sich um eine vorläufige Maßnahme, die gilt, solange die EU-weite Norm in Überarbeitung ist. Der Warnhinweis informiert die Eltern ausdrücklich über potentielle schwerwiegende Gefahren und macht sie wachsamer“, betont die EU-Verbraucherschutzkommissarin Meglena Kuneva.

Es ist geplant die Warnhinweise auf den Verpackungen und auf weitere Art und Weisen am Spielzeug anzubringen. Die Kommission möchte diesen Entscheidungsentwurf sobald wie möglich dem Europäischen Parlament zu kommen lassen. Dies soll noch vor Anfang April geschehen, bevor er der EU-Kommission zur Beschlussfassung vorgelegt wird. Ab diesem Zeitpunkt haben alle Mitgliedsstaaten der EU insgesamt drei Monate Zeit um sicher zu stellen, dass die Warnhinweise auf allen Spielzeugen, welche Magnete enthalten, angebracht wird.

Auch Brüssel will schärfere Kontrollen

Dienstag, 5. Februar 2008

Nicht nur Deutschland engagiert sich für bessere Spielzeugsicherheit. Nun wurde auch das Wort in der Europäischen Union nach sicherem Spielzeug lauter. Darüber hinaus wurde die Schweiz mit ins Boot genommen. Sobald die neuen Sicherheitsvorkehrungen der EU beschlossen sind, möchte auch die Schweiz diese Bestimmungen erlassen. Jedoch wurde bisher nur ein Vorschlag der EU-Kommission vorgelegt. Diesem müssen noch die EU-Staaten und das EU-Parlament zustimmen. EU-Industriekommissar Günther Verheugen sagte in Brüssel „Wo es um die Gesundheit und Sicherheit unserer Kinder geht, darf es keine Kompromisse geben“. Verheugen weiterhin „In Europa angebotenes Spielzeug muss sicher sein. Punkt.“

Die Sprecherin des Bundesamtes für Gesundheit, Angela Scalese betont „Auf Grund eines bilateralen Abkommens wird die Schweiz gleichwertige Vorschriften erlassen, sobald diese in der EU definitiv beschlossen sind.“

KEF-Stoffe sollen laut dem Vorschlag der EU-Kommission komplett verboten werden, da diese Stoffe Krebs erregen und das Erbgut und die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen können. In der Zukunft soll es auch verboten sein Spielzeug in Süßwaren zu platzieren. Natürlich wird es auch bei diesem Gesetz Ausnahmen geben. Zum Beispiel sollen die beliebten Überraschungseier von diesem Gesetz unangetastet bleiben, denn bei den Ü-Eiern können die Kinder das Spielzeug aus der Schokoladenummantelung entfernen, ohne diese vorher verzehren zu müssen. Kritiker bezweifeln jedoch, dass ein komplettes Verbot von Blei und Quecksilber möglich wird. An dieser Stelle sollen lediglich strengere Grenzwerte und Vorschriften geltend gemacht werden.

Monique Goyens, Generalsekretärin der europäischen Konsumentenorganisation BEUC erläutert „Wir begrüßen den Willen der EU-Kommission, sich um das Problem der gefährlichen Spielzeuge zu kümmern, fordern aber insbesondere für die chemischen Substanzen strengere Regeln“. Es fehlen immer noch Bestimmungen zu Stoffen, welche Hormone von Kindern verändern können. Andere Verbraucherschützen bemängeln, dass die Pflicht des CE-Zeichens immer noch besteht. Viele Konsumenten werden durch dieses Zeichen in die Irre geführt und denken daraufhin, dass Spielzeug, welches mit dem CE-Zeichen versehen ist, auch sicher für die eigenen Kinder ist. Jedoch ist das CE-Zeichen nur eine Selbstdeklaration der Hersteller und sagt keines Wegs etwas über eine Qualitätssicherung aus.

Die lückenhaften Kontrollen geben Verheugen ebenso zu denken „Es ist bedenklich, dass die Gefahren nicht von den Aufsichtsbehörden, sondern von den Herstellern selber entdeckt wurden.“

EU-Kommission spielt mit neuen Regelungen und der Sicherheit

Dienstag, 5. Februar 2008

Die Verbraucherzentrale der Bundesverband und der Verband der TÜV e.V. warnen bereits jetzt schon vor der Zunahme von gefährlichem Spielzeug. Der Grund für diese Sorgen sind die neuen Regeln der EU-Kommission. Die EU-Kommission plant die komplette Abschaffung des GS-Prüfzeichens und damit verbunden den völligen Verzicht auf obligatorische Prüfungen neutraler Dritter. Verheugen betonte selbst „Wenn es um die Gesundheit der Kinder geht, darf es keine Kompromisse geben. Punkt.“ Doch an dieser Stelle entsteht eine Ironie, denn durch die Abschaffung der Prüfzeichen sind nicht weniger sondern mehr Skandale die Folge.

Gerd Brillen, der Vorstand der Verbraucherzentrale des Bundesverband, kritisiert „Grenzwerte und Verbote würden ins Leere laufen, wenn gleichzeitig die Kontrolle durch Dritte beerdigt würde.“ Die geplante Abschaffung des GS-Prüfzeichens ist insofern skandalös, da bereits die Vergangenheit bewiesen hat, dass es keinen Mangel an Vorschriften, sondern einen Mangel an Kontrollen gibt. Die Beibehaltung der CE-Kennzeichnung ist darüber hinaus sinnlos, da das CE-Zeichen eine Selbstauskunft der Hersteller darstellt. Die CE-Kennzeichnung führt die Verbraucher nur in die Irre.

Dr. Klaus Brüggemann, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VdTÜV, sagt „Wir begrüßen ausdrücklich die Überarbeitung der 20 Jahre alten Spielzeugrichtlinie. Die nun vorgeschlagenen Änderungen hätten aber keinen der Skandale um giftiges Spielzeug im vergangenen Jahr verhindert.“ Um das Ansinnen der Kommission zu kippen, setzt der VdTÜV auf weitere Vorgehensweisen der Bundesregierung und des Europaparlaments. Das bewährte GS-Zeichen darf nicht gekippt werden.

Dr. Brüggemann erklärt weiterhin „Mit dem Verbot des GS-Zeichens neben der CE-Kennzeichnung auf Kinderspielzeug setzt sich die EU-Kommission über das Votum der EU-Abgeordneten, Verbraucherschützer und Experten für Produktsicherheit hinweg.“ An den Vorschlägen der EU-Kommission ist besonders überraschend, dass die Kommission weder die Empfehlungen des EU-Parlaments in betracht gezogen hat noch die der Ergebnisse der öffentlichen Diskussion rund um die Sicherheit von Kinderspielzeugen. Der deutsche Bundeswirtschaftsminister Glos habe sich oftmals für eine verpflichtende neutrale Prüfung von Spielzeug ausgesprochen. Darüber hinaus haben sich auch Unternehmen dazu geäußert, dass es wichtig ist eine Prüfung durch neutrale Dritte vorzunehmen und die staatlichen Prüfsiegel beizubehalten. „Die Mitgliedstaaten sehen davon ab, die Kennzeichnung der Übereinstimmung mit den Bestimmungen dieser Richtlinie durch eigene Vorschriften zu regeln, die eine Bezugnahme auf eine andere Konformitätskennzeichnung als die CE-Kennzeichnung vorsehen, oder heben solche Vorschriften auf.“

ZDF Bericht zum Thema China und Spielzeugsicherheit

Dienstag, 4. Dezember 2007

Sehr Interessanter Bericht im ZDF zum Thema Spielzeugsicherheit.
Aus dem Inhalt:

  • Was ist der Unterschied zwischen CE Norm (EN71) und TÜV GS
  • Welche Maßnahmen hat die EU Kommision beschlossen
  • Neue Spielzeugrichtlinie im Frühjahr 2008

schauen Sie sich das Video kurz an. Laufzeit ca. 3 min.

 heute Sendung am 22.11.2007

Viel Spaß beim Anschauen
Ihr Linofant Team