Archiv für die Kategorie „Spielzeugsicherheit“

Spielzeughersteller und –händler müssen sich anpassen

Samstag, 24. April 2010

Die Spielzeugindustrie unterliegt ständigen Änderungen bezüglich der Interessen der Kinder für Spielzeug. Dieser Umstand ist auf die sich ständig ändernden Spielzeugtrends zurückzuführen. (mehr …)

In der EU existieren strenge Testverfahren für Spielzeug

Donnerstag, 8. April 2010

Die Spielzeugsicherheit stellt heutzutage ein sehr wichtiges Thema dar. Vor allem in Bezug auf eventuell versteckte Giftstoffe erfüllen immer noch sehr viele Spielzeuge nicht den geforderten Standard. (mehr …)

Beim Kauf von Spielzeug muss auf Altersangaben geachtet werden!

Dienstag, 6. April 2010

Bei dem Kauf von Spielzeug sollte unbedingt auf die Altersangaben bezüglich der Spielzeugsicherheit auf der Verpackung der entsprechenden Artikel geachtet werden. (mehr …)

EU-Richtlinie 88/378/EWG zur Spielzeugsicherheit

Montag, 11. Januar 2010

Die Grundlagen der Spielzeugsicherheit:
Als Grundlage hinsichtlich vorgegebener Richtlinien und Normen in Sachen Spielzeugsicherheit innerhalb der Europäischen Union (EU) gilt die Mitteilung der EU-Kommission im Rahmen der Durchführung der Richtlinie 88/378/EWG des Rates vom 3. Mai 1988 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Sicherheit von Spielzeug in ihrer derzeit gültigen Fassung. Die EU-Richtlinie 88/378/EWG nimmt primär Bezug auf allgemeine Sicherheitsanforderungen, welches innerhalb der EU vertriebenes Spielzeug aufzuweisen hat. Daraus ergeht, dass dieses keinerlei Gesundheits- oder Verletzungsrisiken aufweisen darf. Eine aktualisierte Erweiterung der Richtlinie erfolgte mittels Erlass vom 25. Januar 2008. Dieser umfasst insbesondere den Einsatz und die Verwendung von bestimmten Chemikalien in Spielzeugen und deckt zugleich das Spektrum erst kürzlich erkannter Sicherheitsmängel und Gefahrenquellen ab. Technische Einzelheiten werden in der DIN EN 71-Normenreihe aufgeführt. (mehr …)

Machen Computerspiele süchtig?

Mittwoch, 14. Mai 2008

Im Bundestag fand am Mittwoch den 09.04.2008 ein Kultur- und Medienausschuss statt, welcher das Thema „Onlinesucht“ behandelte. In diesem Zusammenhang wurde ebenfalls darüber debatiert welche Risiken aus der permanenten Nutzung von Online-Spielen entstehen können. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. hat zu diesem Thema die Stellung bezogen.

Die Experten waren der Meinung, dass bisher zu wenige Erkenntnisse gewonnen werden konnten um eine wissenschaftliche Beurteilung zum Thema Online-Sucht abliefern zu können. Es wurde davon abgeraten mit voreiligen Maßnahmen an die Öffentlichkeit zu treten. Der BIU hat dieser Sichtweise zugestimmt und stand voll und ganz hinter den Experten. Vor allem durch die begrenzte Spieldauer der mehrheitlichen Computerspiele hielt sich das Suchtpotential in Grenzen. Nur in wenigen Ausnahmefällen kann man von exzessivem Spielverhalten reden, doch diese Einzelfälle lassen sich nicht pauschalisieren.

Die Industrie hat bereits weiter gedacht. Es gibt bei Betriebssystemen, Spielkonsolen und sogar bei Online-Rollenspielen verschiedene Einstellungsmöglichkeiten, welche ein exzessives Ausnutzen der Computerspiele verhindern soll. Diese technischen Mittel helfen dabei die Spieldauer zu begrenzen und in ein geregeltes Maß zu bringen. Eltern können ihren Kindern festgelegte Tageszeiten anbieten, zu welchen die Kinder dann sich den Spielen hingeben können. Eltern und Politiker müssen dabei an einem Strang ziehen, denn die Kinder werden immer mehr einem starken Medienkonsum ausgesetzt. Bei vielen Spielen mit unbegrenzter Spieldauer werden bereits Warnhinweise eingeblendet, welche den Spielern eine Spielpause empfehlen.

Während der Anhörung wurde ebenfalls vorgeschlagen Sucht- und Warnhinweise auf den Spielverpackungen anzubringen. Doch der BIU ist der Meinung, dass es kaum im Vorfeld möglich ist, süchtig machende Spiele von den anderen zu unterscheiden.

Rückblende: Immer mehr gefährliches Spielzeug

Freitag, 9. Mai 2008

Laut einem Zeitungsbericht wurden von den EU-Aufsichtsbehörden im Jahr 2007 weitaus mehr Spielzeuge als gesundheitlich Schädlich deklariert als noch 2006. Insgesamt wurden im Verlauf von 2007 bis Dezember rund 409 Spielzeuge als gefährlich oder besonders gefährlich eingestuft. Das sind 85% mehr Spielzeuge als noch im Jahr 2006.

Die Erhöhung der bemängelten Ware liegt nicht an der verschärften Kontrolle von Spielzeug. Man ist nach denselben Verfahren vorgegangen wie in den Jahren zuvor. Insgesamt musste die europäische Aufsichtsbehörde keine Produkte derart oft bemängeln wie Spielzeuge. Insgesamt machte die Spielwarenindustrie mit ihren Produkten ein Drittel der als unsicher gemeldeten Produkte auf dem europäischen Markt aus. Das Ursprungsland der bemängelten Ware war in den meisten Fällen China oder ein anderes asiatisches Land.

Es gab vor allem zwei Beanstandungsgründe, welche sich im Jahr 2007 rapide verschlechterten. Zum einen wurde ein Großteil der Spielzeuge vom Markt genommen, da eine zu große Gefahr bestand, dass die Kinder Kleinteile einatmen oder verschlucken könnten. Die Teile waren meist unsachgerecht an den Spielzeugen angebracht und konnten leicht von diesen abgelöst werden. Der zweite große Kritikpunkt der Behörden war die extreme chemische Belastung, welche bei den Produkten verwendet wurde. In vielen Fällen wurden die zulässigen Maximalwerte, welche in Europa festgelegt sind, bei weitem überschritten und das Spielen mit diesen Waren wurde zu einem Hochseilakt.

Das EU-Schnellwarnsystem Rapex informiert die EU-Staaten mit seinen Gefahrenmeldungen. Die Jahresbilanz dieses Schnellwarnsystems soll laut Angaben in der kommenden Zeit vorgelegt werden. Somit wird in Zukunft das Erkennen von gefährlichem Spielzeug transparenter gemacht und durch schärfere Kontrollen das Spielen wieder sicher gemacht.

War Mattel selbst verantwortlich für die Rückrufaktionen?

Sonntag, 4. Mai 2008

Es begann alles im letzten Jahr im August, als Mattel mit verschiedenen Rückrufaktionen begann Spielzeug wieder vom Markt zu nehmen. Damals schob man die gesamte Schuld der chinesischen Spielzeugindustrie und den chinesischen Herstellern in die Schuhe. Doch nun gab Mattel eine öffentliche Entschuldigung gegenüber China ab. Darin wird bestätigt, dass der Spielzeuggigant selbst für die Fehlproduktionen verantwortlich war und die chinesischen Hersteller damit nicht belastet werden können.
Die Entschuldigung wurde auf einem Meeting in Beijing von Thomas Debrowski, welcher Executiv-Vizepräsident bei Mattel ist, vorgelesen in der Anwesenheit eines älteren chinesischen Beamten. In dem Brief wird die Schuld der chinesischen Hersteller minimiert und Mattel nimmt die meiste Verantwortung auf die eigene Kappe.

Herr Debrowski sagt: „Mattel übernimmt die volle Verantwortlichkeit für diese Rückrufe und entschuldigt sich persönlich bei dir, bei den chinesischen Leuten und bei allen unsere Kunden, die die Spielwaren erhielten.“ Diese Entschuldigung kommt eher überraschend, denn noch vor kurzem ließ der Hauptgeschäftsführer von Mattel verlauten, dass Mattel von den asiatischen Vertragspartnern im Stich gelassen wurde.

Mattel hatte innerhalb von wenigen Monaten 21 Millionen Spielwaren zurück gerufen, welche in China hergestellt wurden. Nur einige dieser Spielwaren wurden zurück gerufen, weil sie übermäßig mit chemischen Stoffen belastet waren. Rund 18 Millionen Spielwaren musste Mattel zurückrufen, da sie Konstruktionsfehler enthielten. Die Puppen, Stofftiere und weitere Spielwaren enthielten kleine Magnete, welche hätten verschluckt werden können.

Mattel muss seine Geschäftskontakte wieder etwas aufpolieren, denn immerhin werden rund zwei Drittel der gesamten Spielwaren im fernen Osten produziert. „Sie müssen etwas von ihrem Geschäftsverhältnis zu China retten. Sie benötigen das Wohlwollen der Regierung, “ meint Professor Joe Lampel. Mattel musste die Entschuldigung einreichen, da die chinesische Regierung immer heftiger gegen das Vorhaben des Großkonzerns argumentiert hatte. Mattel beschädigte den Ruf der chinesischen Industrie und stellte die Qualität der chinesischen Produkte in Frage.

Der Jahresbericht von Rapex liegt vor

Samstag, 3. Mai 2008

Rapex ist ein System, welches von Verbrauchen gefordert wurde, um eine bessere Marktaufsicht zu schaffen. „Effektiver kontrollieren, besser koordinieren, schärfer sanktionieren“ ist das Motto der Verbraucherzentrale und daran hält man sich. Am 17.04.2008 wurden die Rapex-Zahlen für 2007 von der europäischen Kommission vorgestellt. Insgesamt listet das EU-Schnellwarnsystem rund 1350 Produkte auf. Das ist ein Anstieg von knapp 50 Prozent im Gegensatz zum Jahr 2006. Die häufigste gelistete Produktgruppe waren mit 30 Prozent die Spielzeuge.

Das Vorstandsmitglied Gerd Billen meint: „Der Jahresbericht zeigt: Auch die großen Rückrufaktionen im letzten Jahr bieten keinen Anlass zur Entwarnung.“ Man müsse noch mehr Kapazitäten in Personal und Ausstattung zur Verfügung stellen und insgesamt muss sich Deutschland mehr um den Kampf gegen gesundheitsgefährdende Konsumgüter bemühen. Billen weiter: „Wir brauchen eine zentrale Melde- und Informationsstelle, die zugleich die Arbeit der Marktüberwachung der Länder koordiniert.“ Darüber hinaus muss eine zentrale Informationsstelle eingerichtet werden, auf die Konsumenten zurück greifen können, wenn sie Fragen zu Risikoprodukten haben.

Die Verbraucherzentrale setzt sich ebenfalls dafür ein, die CE-Kennzeichnung komplett abzuschaffen. „Die derzeitige Etikettierung führt Verbraucher in die Irre und wiegt sie in einer Scheinsicherheit“, sagt Billen. Die CE-Kennzeichnung ist nämlich nur eine Selbstauskunft der Hersteller und hat wenig mit den Sicherheitsrichtlinien der EU zu tun. Man sollte beim Einkauf eher auf das GS-Zeichen achten, denn dieses Kennzeichen erhalten nur Produkte, welche von unabhängigen Prüfstellen untersucht wurden. Ebenfalls müssen Verbote für krebserregende Stoffe ausgestellt werden. Zurzeit sieht der Gesetzesentwurf nur Grenzwerte für gefährliche Chemikalien vor. „Die geplanten Grenzwerte für KMR-Stoffe reichen aber nicht. Sie liegen sogar über den Grenzwerten für Kosmetikprodukte“, sagt Billen.

RAPEX wird auch weiterhin als Schnellwarnsystem zum Einsatz kommen. Bereits von 2005 auf 2006 gab es einen Anstieg um 32 Prozent. Da der Anstieg von 2006 auf 2007 noch einmal um 50 Prozent war, muss schleunigst etwas getan werden.

Woran erkennt man eigentlich sicheres Spielzeug?

Samstag, 3. Mai 2008

Mit Sicherheit haben auch Sie die vielen Rückrufaktionen der Spielwarenhersteller ins grübeln gebracht. Und wer weiß heute genau wie man sicheres Spielzeug von gefährlichem unterscheiden kann? Mit 100 prozentiger Sicherheit kann man eine Unterscheidung nie vornehmen. Doch wir geben Ihnen ein paar Tipps mit auf den Weg, um Ihr Kind vor gefährlichem Spielzeug schützen zu können.

Punkt 1: Schauen Sie bereits vor dem Kauf im Internet und bei den Verbraucherzentralen nach Informationen zum gewünschten Spielzeug. Eventuelle Erfahrungsberichte oder Testberichte können bereits vor dem Betreten des Spielwarengeschäftes einige Spielzeuge ausschließen.

Punkt 2: Beachten Sie auf jeden Fall die Hinweise, welche sich oft auf Spielzeugen befinden. Steht zum Beispiel auf einem Spielzeug „Nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet“, sollten Sie diesen Hinweis ernst nehmen und zu einem anderen Spielzeug greifen, sollten Sie Kinder unter drei Jahren haben.

Punkt 3: Achten Sie auf das verlässliche Kennzeichen „GS-Zeichen“. Die Buchstaben GS stehen dabei für Geprüfte Sicherheit. Dieses Zeichen bedeutet:  die Überprüfung einer unabhängigen und neutralen Stelle, wobei das CE-Zeichen nur eine Selbstauszeichnung des Herstellers selbst ist. Doch auch beim GS-Zeichen kann man in die Irre geführt werden. Die unabhängige Prüfstelle muss immer zusammen mit dem GS-Zeichen genannt werden. Ist etwa ein Fehler in der Aufschrift oder ist die Prüfstelle nicht erwähnt, handelt es sich in aller Wahrscheinlichkeit um eine Fälschung.

Punkt 4: Schauen Sie sich beim Einkauf das Produkt sehr genau an. Überprüfen Sie selbst ob sich Kleinteile lösen lassen oder ob das Spielzeug unangenehm stark riecht. Wenn Sie ein Kleinteil vom Spielzeug lösen können, kann Ihr Kind das auch.

Punkt 5: Auch der Preis gibt kleine Anhaltspunkte auf die Sicherheit eines Spielzeugs. Ist ein Produkt besonders günstig, können wohlmöglich minderwertige Rohstoffe verwendet worden sein, um diesen Preis überhaupt realisieren zu können.

Punkt 6: Haben Sie eine Reklamation zu tätigen oder geht sogar Gefahr von einem Produkt aus, so muss der Händler dafür gerade stehen. Weigert dieser sich, kann man die Gewerbeaufsicht mit einschalten.

Schweizer Spielwarenbranche kann Umsätze steigern

Freitag, 4. April 2008

Nicht nur in Deutschland boomt der Spielzeugmarkt. Auch die Schweiz verzeichnete im Jahr 2007 einen Umsatzzuwachs zu 2006. Trotz vielen Rückrufaktionen, welche durch fehlerhaftes chinesisches Spielzeug verursacht wurden, konnte man die Verkäufe um zwei Prozent steigern. Insgesamt wurde das Marktvolumen auf 640 Millionen Franken, umgerechnet 411 Millionen Euro.

Von den 640 Millionen Franken Umsatz entfallen knapp zwei drittel, also 400 Millionen Franken, auf die PC- und Videospiele. Insgesamt haben die Verkäufe von Videospielen um 48 Prozent zugenommen. Die komplette Kategorie der Electronics verzeichnet einen Gesamtzuwachs von 28,7 Prozent. Somit ist das elektronische Spielzeug in der Schweiz so beliebt wie nie zuvor.

Der Branchenverband rechnet in diesem Jahr mit einem Umsatzwachstum von rund 5 Prozent. „Es gebe Marktneuheiten, zudem profitierten einige Produktkategorien von der Euro 2008“, so der Branchenverband. Somit stehen alle Indikatoren positiv für ein erfolgreiches Jahr. Ein Beispiel für diesen positiven Aufschwung sollen die Paninibildchen darstellen. Die Branche erwartet bei den kleinen Klebebildern eine Verkaufsmenge von 20 Millionen Tütchen für das Jahr 2008.

Aufgrund der vielfachen Rückrufaktionen versucht die Wirtschaft nun den Wünschen der Kunden nachzukommen und die Spielwaren vermehrt von europäischen Herstellern einzukaufen. Gleichzeitig wird man daran teilhaben die Kontrollen und die Herstellungsformen der asiatischen Firmen zu verbessern. Das führt zwar zu steigenden Produktionskosten, doch die Qualität darf nicht weiter leiden.

Auch in der Schweiz werden nach Expertenmeinungen so die Spielzeugpreise um fünf bis zehn Prozentpunkte ansteigen müssen.