Als Brettspiel mit kooperativen und strategischen Elementen ist „Scotland Yard“ für drei bis sechs Personen ab einem Mindestalter von zehn Jahren konzipiert. „Scotland Yard“ ist die Kreation einer sechsköpfigen Autorengruppe.
Nachdem „Scotland Yard“ im Jahre 1983 zum „Spiel des Jahres“ ernannt wurde, wurden innerhalb der folgenden zwei Jahre rund eine Million Exemplare des sehr erfolgreichen Detektivspiels verkauft. In den Jahren 1996 und 2003 brachte der Ravensburger Spieleverlag jeweils eine Neuauflage mit einer überarbeiteten Grafik auf den Markt, wobei bis 2003 wiederum vier Millionen „Scotland Yards“ den Weg zum begeisterten Spieler fanden.
Bei „Scotland Yard“ schlüpft ein Spieler in die Rolle des Kriminellen „Mister X“, während die restlichen Spieler als Detektive fungieren. Nach einer zuvor festgelegten Zahl von zumeist 24 Spielzügen liegt das Ziel des Spieles darin, dass sich der gesuchte Verbrecher „Mister X“ auf dem Spielfeld, das den Stadtplan der Londoner Innenstadt mit den dazugehörigen Fahrverbindungen darstellt, derart geschickt bewegt, dass er von den Detektiven nicht gefangen werden kann. Die Detektive sind hingegen aufgefordert, eine ihrer Spielfiguren exakt auf das Feld zu setzen, auf dem sich der gesuchte Mister X momentan befindet.
„Scotland Yard“ unterscheidet sich diesbezüglich von den meisten anderen Brettspielen, in denen die Spieler jeweils für sich gestellt sind und nach dem Prinzip „Jeder gegen Jeden“ gleichberechtigt gegeneinander antreten. Bei „Scotland Yard“ hingegen kooperieren und beratschlagen sich die Detektive untereinander, während sich der flüchtige Verbrecher alleine gegen alle anderen Spieler durchsetzen muss. Darin liegt der ganz besondere Reiz des Detektivspiels „Scotland Yard“, das nicht umsonst im Jahr 1983 mit dem begehrten Titel „Spiel des Jahres“ geehrt und in den Jahren 1983, sowie 1984 mit dem 1. Platz des „Goldenen Pöppel“ ausgezeichnet wurde.
Auf Grund der Popularität von „Scotland Yard“ wurde 1992 in Anlehnung an das äußerst erfolgreiche Brettspiel ein gleichnamiges Geländespiel ins Leben gerufen, wodurch die Möglichkeit besteht, das turbulente Spektakel mit Hilfe von Handtelefonen in der realen Kulisse einer großen Stadt in Echtzeit nachzuspielen.
