Archiv für die Kategorie „Spiele des Jahres“

Spiel des Jahres 1983: „Scotland Yard“ von „Ravensburger“ Artikel Nummer „EAN 4005556261178“

Donnerstag, 22. April 2010

Als Brettspiel mit kooperativen und strategischen Elementen ist „Scotland Yard“ für drei bis sechs Personen ab einem Mindestalter von zehn Jahren konzipiert. „Scotland Yard“ ist die Kreation einer sechsköpfigen Autorengruppe.

Nachdem „Scotland Yard“ im Jahre 1983 zum „Spiel des Jahres“ ernannt wurde, wurden innerhalb der folgenden zwei Jahre rund eine Million Exemplare des sehr erfolgreichen Detektivspiels verkauft. In den Jahren 1996 und 2003 brachte der Ravensburger Spieleverlag jeweils eine Neuauflage mit einer überarbeiteten Grafik auf den Markt, wobei bis 2003 wiederum vier Millionen „Scotland Yards“ den Weg zum begeisterten Spieler fanden.

Bei „Scotland Yard“ schlüpft ein Spieler in die Rolle des Kriminellen „Mister X“, während die restlichen Spieler als Detektive fungieren. Nach einer zuvor festgelegten Zahl von zumeist 24 Spielzügen liegt das Ziel des Spieles darin, dass sich der gesuchte Verbrecher „Mister X“ auf dem Spielfeld, das den Stadtplan der Londoner Innenstadt mit den dazugehörigen Fahrverbindungen darstellt, derart geschickt bewegt, dass er von den Detektiven nicht gefangen werden kann. Die Detektive sind hingegen aufgefordert, eine ihrer Spielfiguren exakt auf das Feld zu setzen, auf dem sich der gesuchte Mister X momentan befindet.

„Scotland Yard“ unterscheidet sich diesbezüglich von den meisten anderen Brettspielen, in denen die Spieler jeweils für sich gestellt sind und nach dem Prinzip „Jeder gegen Jeden“ gleichberechtigt gegeneinander antreten. Bei „Scotland Yard“ hingegen kooperieren und beratschlagen sich die Detektive untereinander, während sich der flüchtige Verbrecher alleine gegen alle anderen Spieler durchsetzen muss. Darin liegt der ganz besondere Reiz des Detektivspiels „Scotland Yard“, das nicht umsonst im Jahr 1983 mit dem begehrten Titel „Spiel des Jahres“ geehrt und in den Jahren 1983, sowie 1984 mit dem 1. Platz des „Goldenen Pöppel“ ausgezeichnet wurde.

Auf Grund der Popularität von „Scotland Yard“ wurde 1992 in Anlehnung an das äußerst erfolgreiche Brettspiel ein gleichnamiges Geländespiel ins Leben gerufen, wodurch die Möglichkeit besteht, das turbulente Spektakel mit Hilfe von Handtelefonen in der realen Kulisse einer großen Stadt in Echtzeit nachzuspielen.

Spiel des Jahres 1982: „Sagaland“ von „Ravensburger“ Artikel Nummer „EAN 4005556264247“

Mittwoch, 21. April 2010

Als eine Mischung von „Mensch ärgere Dich nicht“ und „Memory“ eignet sich das Fantasy-Spiel „Sagaland“ für zwei bis sechs Spieler ab einem Alter von acht Jahren. Es handelt sich um ein Familienspiel, das die Konzentrationsfähigkeit seiner Spieler auf eine besondere Weise auf die Probe stellt und ein gutes Gedächtnis voraussetzt. Auf Grund seiner speziellen Thematik und seines dennoch leicht verständlichen Aufbaus bereitet das optisch ansprechend gestaltete Spiel insbesondere Kindern sehr viel Freude.

Das auf dem Spielbrett dargestellte Sagaland besteht aus einem Dorf, einem Schloss und einem geheimnisvollen Märchenwald. Die Unterseiten der Tannenbäume, die sich im Märchenwald befinden, sind mit verschiedenen Märchensymbolen versehen. Dies können beispielsweise die goldene Kugel des Froschkönigs oder der Schuh des Aschenputtels sein. Die Mitspieler müssen nun versuchen, den Tannenbaum mit exakt jenem Märchen aufzudecken, welches derzeit auf dem im Schloss befindlichen Kartenstoß offen ausliegt. Um dies tun zu können, würfeln die Mitspieler der Reihe nach mit zwei Würfeln gleichzeitig und ziehen der gewürfelten Zahl entsprechend vom Dorf durch den Märchenwald bis zum Schloss, wobei die Möglichkeit besteht, die Spielfiguren der anderen Spieler hinauszuwerfen, falls diese auf dem Zielfeld des am Zuge befindlichen Spielers positioniert sind.

Wird während der Wanderung ein Baum erreicht, so blickt der betreffende Spieler heimlich darunter. Handelt es sich um das gesuchte Märchen, so muss der Spieler zum Schloss ziehen und versuchen, das dortige Schlüsselfeld zu erreichen. Wenn ihm dies gelingt und er den richtigen Baum benennen kann, so gehört ihm die jeweilige Märchenkarte. Das Spiel ist beendet, wenn einer der Spieler drei Märchenkarten für sich beanspruchen konnte und somit gewonnen hat.

Nachdem das erfolgreiche Spiel 1981 lediglich auf der Auswahlliste zum „Spiel des Jahres“ stand, wurde ihm im darauffolgenden Jahr schließlich der begehrte Titel zugeteilt. „Sagaland“ ist eine Erfindung des Autorenduos Michel Matschoss und Alex Randolph. Bislang wurde es über drei Millionen mal verkauft. Derzeit ist die 2007 konzipierte Neuauflage von Ravensburger auf dem Markt erhältlich.

Spiel des Jahres 1981: „Focus“ von „Kosmos“ Artikel Nummer „EAN 4002051684716“

Mittwoch, 21. April 2010

Mit „Focus“ schuf der Spieleerfinder Sid Sackson ein Strategiespiel der besonderen Klasse. Nachdem das Brettspiel bereits im Jahr 1963 erstmals in einer Spielekolumne der Scientific American Erwähnung fand und zwischenzeitlich in mehreren Verlagen veröffentlicht wurde, gewann es 1981 schließlich als bislang einziges abstraktes Denkspiel in der Auflage bei Parker Brothers den Titel „Spiel des Jahres“, sowie die Auszeichnung „Essener Feder“.

„Focus“ kann von zwei bis vier Personen im Alter ab 10 Jahren bespielt werden. Ein Spiel dauert in der Regel bis zu einer Dreiviertelstunde.
„Focus“ wird auf einem achteckigen Brett mit 6 mal 6 Feldern, sowie je vier seitlichen Feldern gespielt. Zu Beginn des Spieles wird auf die mittleren Felder jeweils ein Stein positioniert. Im Verlauf des Spieles werden die Steine gestapelt und somit Türme gebildet, wobei der Turm immer dem Spieler gehört, dessen Stein am höchsten aufliegt.

Abwechselnd nehmen die Spieler entweder einen oder mehrere Steine vom eigenen Turm und platzieren diese auf einem anderen Feld. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, einen Stein aus dem Vorratsdepot, das sich außerhalb des Spielfeldes befindet, beliebig hinzuzufügen. Bei einem Zug können die Steine auf ein freies Feld oder auf einen Turm ziehen und auch die Türme überspringen, die ihren Weg kreuzen. Die Steine können dabei auf ein beliebiges Feld, auf eigene oder auch gegnerische Türme gesetzt werden. Gelingt es einem Spieler, einen sechsten Stein auf einen Turm zu stapeln, so gehen sämtliche darunterliegende Steine mit der Farbe des Spielers in dessen Besitz über, während die restlichen Steine aus dem Verkehr gezogen werden. Den Sieg trägt schließlich der Spieler davon, der in der Lage ist, den letzten Zug auszuführen.

Spiel des Jahres 1980: „Rummikub“ von „Jumbo“ Artikel Nummer „EAN 8710126034651“

Mittwoch, 21. April 2010

Als Legespiel weist das im Jahre 1980 zum „Spiel des Jahres“ gekürte Gesellschaftsspiel „Rummikub“ vom Aufbau her gewisse Ähnlichkeiten mit dem Kartenspiel-Klassiker „Rommè“ auf. „Rummikub“ wurde bereits in den 30er Jahren von Ephraim Hertzano in Rumänien entwickelt, kam jedoch in Deutschland erst etwa fünfzig Jahre später auf den Markt. Das Legespiel ist international sehr beliebt. Weltweit wurde „Rummikub“ bereits über 60 Millionen mal verkauft und ist somit global betrachtet mittlerweile das dritterfolgreichste Familienspiel.

Da Anfang der 30er Jahre Spielkarten in Rumänien verboten waren, versuchte der jüdische Kaufmann Hertzano das Gesetz damit zu umgehen, dass er Spielsteine mit Zahlen in verschiedenen Farben, statt der bei Karten üblichen Farbsymbolik, für seine Umwandlung des altbekannten „Rommè“-Kartenspiels verwendete.

„Rummikub“ ist für zwei bis vier Spieler konzipiert und ist auf Grund der allgemeinen Verständlichkeit schon für Kinder ab etwa sieben Jahren geeignet. Ein Spiel dauert etwa ein bis eineinhalb Stunden.

Das Ziel des Spieles besteht darin, sich der 14 Spielsteine, die jedem Spieler zu Spielbeginn zuteil werden, zu entledigen. Wie bei dem Vorgängermodell „Rommè“ ist die Ablage der Spielsteine nur in einer speziellen Kombination möglich. Gewinner der Runde ist derjenige, der als Erster keine Spielsteine mehr besitzt. In diesem Fall bekommt er den Wert der Steine, die die anderen Mitspieler bis dato nicht ablegen konnten, in Form von Pluspunkten zugesprochen.

Je nach Anzahl der Mitspieler wird das Spiel mit einem oder auch mit mehreren Spielsteinsätzen gespielt, wobei jeder Satz 106 Steine mit den Ziffern 1 bis 13 enthält. Die Zahlen sind in vier verschiedenen Farben gestaltet und in jeweils doppelter Ausstattung vorhanden. Zusätzlich existieren zwei Joker.
Eine Besonderheit sind die im dreijährigen Turnus stattfindenen „Rummikub“-Weltmeisterschaften.

Zudem haben sich im Laufe der Zeit mehrere Varianten des Spiels entwickelt, zum Beispiel „Rummikub Fortuna“, „Rummikub-Reise“ oder das Scrabble ähnliche Buchstabenspiel „Wort-Rummikub“.

Spiel des Jahres 1979: „Hase und Igel“ von „Ravensburger / Abacusspiele“ Artikel Nummer „EAN 4005556264582“

Mittwoch, 21. April 2010

„Hase und Igel“ ist das erste Spiel, das überhaupt mit dem Titel „Spiel des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Seitdem erschien das im Jahr 1973 von dem Engländer David Parlett erfundene Familienspiel weltweit in zehn verschiedenen Sprachen und wurde dabei über zwei Millionen mal verkauft. In den Jahren 1979 bis 1984 belegte das inzwischen zu den Klassikern zählende Spiel „Hase und Igel“ im Rahmen der Preisverleihung „Der Goldene Pöppel“ jeweils den ersten bis dritten Platz.

„Hase und Igel“ ist ein Brettspiel für zwei bis sechs Personen, das von den Spielern viel strategisches Geschick erfordert. Das Spiel richtet sich an Erwachsene und Kinder ab zehn Jahren. Die durchschnittliche Spieldauer beträgt ungefähr 45 bis 60 Minuten.

In dem Spiel agieren die Mitspieler in der Rolle von Hasen, die durch die entsprechenden Spielfiguren dargestellt werden. Jedem im Rennen befindlichen Hasen stehen zu Beginn des Spieles 3 Salate und 98 Karotten als Wegzehrung zur Verfügung. Dieses Futter wird durch Karten symbolisiert. Die Hasen sind frei in ihrer Entscheidung, auf welches Feld sie hoppeln möchten. Allerdings müssen die Salate unterwegs auf den Salatfeldern aufgefressen werden. Zudem ist nur erlaubt, eine geringe Anzahl an Karotten ins Ziel mitzunehmen.

Mit den zur Verfügung stehenden Karotten muss die Wegstrecke „bezahlt“ werden. Das heißt, je weiter man hoppelt, desto mehr Karotten werden verbraucht. Ein Hopser über drei Felder kostet sechs Karotten (1+2+3=6), ein Hopser über 4 Felder demnach 10 Karotten (1+2+3+4=10). Mangelt es einem Spieler an Karotten, so besteht die Möglichkeit, sich diese durch das Zurückhoppeln auf den Igelfeldern wiederzubeschaffen. Zusätzliche Karotten kann man darüber hinaus dadurch erhalten, dass die eigene Position im Rennen exakt vorhergesagt wird.

Bis dahin ist „Igel und Hase“ ein reines Strategiespiel, wobei die Spieler durch viel Geschick und eine entsprechende Taktik den Erfolg sicher auf ihre Seite ziehen können. Es existieren jedoch zudem so genannte Hasenfelder, auf denen man verschiedene Ereigniskarten ziehen kann, die entweder ein positives oder aber auch ein negatives Ereignis bringen können. Diesbezüglich wird letztendlich doch ein Quentchen Glück benötigt, um bei „Hase und Igel“ den Sieg davonzutragen. Sieger ist derjenige, der als Erster über die Ziellinie hoppelt.