Bei dem Brettspiel „In 80 Tagen um die Welt“ treten die Spieler als Weltreisende in einen abenteuerlichen Wettstreit. Dabei orientiert sich der Aufbau der Handlung an den fantastischen Vorlagen des im Jahr 1872 veröffentlichten gleichnamigen Roman-Klassikers des Erfolgsautoren Jules Verne.
„In 80 Tagen um die Welt“ richtet sich an zwei bis sechs Spieler in einem Alter ab zwölf Jahren. Die Dauer einer Spielrunde beträgt zwischen 50 und 70 Minuten. Das von Michael Rieneck entwickelte und von Bernd Wagenfeld illustrierte Spiel wurde beim „International Gamers Award 2005“ als Multiplayer Finalist ausgezeichnet und erreichte im Rahmen des „Deutschen Spiele Preises 2005“ den 6. Platz. Darüber hinaus wurde „In 80 Tagen um die Welt“ für den Kritikerpreis „Spiel des Jahres“ in die Auswahlliste aufgenommen.
Das Spiel ist durch seine Vielzahl von Materialien sehr üppig ausgestattet. So sind im Lieferumfang ein Spielbrett, 60 Reisekarten, 15 Ereigniskarten, 6 Spielfiguren in verschiedenen Farben, 6 verschiedenfarbige Zeitsteine, 6 ebenfalls farbige Wettscheine, 24 Goldmünzen, 18 Bonus-Chips, 1 Detektivfigur, 1 Würfel, 1 Startspielerzeichen, sowie die obligatorische Spielanleitung enthalten.
Von London aus startend begeben sich die Spieler in der Identität von Reisenden auf den Weg, die Erde zu umrunden. Diesbezüglich kann entweder per Schiff oder aber mit der Eisenbahn gereist werden. Gegebenenfalls kann man diese beiden Möglichkeiten kombinieren. Der Verbrauch der Reisekarten richtet sich nach der Anzahl der benutzten Fortbewegungsmittel. Entweder müssen hierfür ein, zwei oder auch drei Reisekarten gelohnt werden. Die Reise kann man jedoch auch mit Hilfe eines Ballons fortsetzen.
Auf der Strecke zwischen Kalkutta und Bombay besteht gar die Möglichkeit, auf einem Elefant zu reiten. Der Spieler braucht für einen bestimmten Streckenabschnitt in dem Fall weniger Zeit, wenn der Wert der hierfür eingesetzten Reisekarte möglichst niedrig ist. Ein Detektiv, der unter Umständen am Ende des eigenen Zuges und dazu noch auf dem selben Feld wie der Spieler positioniert sein kann, führt zu einer Wegverzögerung. Dann wird ein Vorrücken des Zeitsteins um zwei Felder erforderlich. In dem Fall, dass ein Spieler bereits London erreicht hat, geraten die restlichen Spieler unter Zeitdruck, da sie bei jeder Runde einen Tag Zeit verlieren und darüber hinaus die Zugmöglichkeiten beschränkt werden.
Derjenige, der beim Eintreffen in London den geringsten Verbrauch an Tagen vorweisen kann, hat gewonnen. Das Interessante dabei ist, dass dies nicht zwangsläufig der Spieler sein muss, der als Erster die Ziellinie durchbricht.
