Archiv für die Kategorie „Spiele des Jahres“

Spielzeug vorgestellt: Dixit

Donnerstag, 12. August 2010

Dixit

Das Spiel Dixit stellt die Phantasie der Mitspielenden auf die Probe. Scheinbar kommt das gut an, denn es ist erst kürzlich zum Spiel des Jahres 2010 gewählt worden. Dabei ist es, wer hätte das gedacht, in der Hauptsache ein Kartenspiel mit 84 großformatigen Karten. Auf den Karten, von denen jeder Spieler 6 erhält, sind Zeichnungen abgebildet, die auf den ersten Blick etwas seltsam anmuten. Denn hier gibt es zum Beispiel Karten, auf denen ein Mädchen mit einer Kerze in einer Glühbirne steckt oder ein Rechenschieber, bei dem Planeten die üblichen Kugeln ersetzen. Wenn man nun loslegt, ist in jeder Spielrunde ein anderer Mitspieler der Erzähler, der eine seiner Karten verdeckt auf dem Tisch platziert und dazu eine passende Äußerung von sich gibt. Es ist ganz egal, was es ist, ob ein Wort, ein Satz, der Titel eines Liedes – was immer dem Spieler gerade so einfällt.

Alle weiteren Mitspieler wählen nun von ihren Karten eine aus, die zur Äußerung des Startspielers passen könnte. Alle Karten zusammen werden verdeckt gemischt und danach offen auf dem Tisch ausgelegt. Dann tippt jeder Spieler, welche Karte wohl die des Startspielers gewesen ist. Und dann kommt der Clou an Dixit, denn sollten alle Mitspieler auf eine einzelne Karte als Startkarte tippen, geht der Startspieler leer aus und alle Anderen freuen sich über jeweils zwei Punkte. Das gilt auch im umgekehrten Fall, wenn nämlich niemand die Karte des Startspielers tippt. Er sollte sich also klug äußern, so dass es nicht zu leicht und auch nicht zu schwer ist, denn ansonsten steht er ohne Punkte da.

Tippt aber mindestens ein Spieler auf die korrekte Karte, gibt es gleich drei Punkte für den Startspieler. Wenn ein Spieler eine andere Karte favorisiert hat, ist das Glück für den Besitzer dieser Karte, denn für ihn gibt es dann ebenfalls einen Punkt. Danach kann weitergespielt werden, indem der Nächste eine Idee hat und eine Karte auf dem Tisch platziert. 3 bis 6 Spieler gehen bei diesem Spiel ab 8 Jahren auf Punktejagd. Allerdings bedarf es für großen Spielspaß schon einer größeren Runde, denn mit nur 3 Spielern kann Dixit sein volles Potential nicht unbedingt entfalten. Und für den, der befürchtet, es könne mit den 84 Karten nach einer Zeit langweilig werden, wenn man alle Karten bereits gut kennt, sei die Erweiterung empfohlen, die noch mal 84 weitere Motive bietet.

Für das Spiel des Jahres 2005 nominiert: „Himalaya“ von „Tilsit Editions“ Artikel Nummer „EAN 3760017145145“

Mittwoch, 28. April 2010

Das von Règis Bonnessèe entwickelte Brettspiel „Himalaya“ ist für drei bis vier Personen konzipiert, die im Rahmen des Spieles in die Rolle eines tibetischen Nomaden schlüpfen. Mit ihren Yak-Karawanen ziehen die Abenteurer durch den Himalaya und bringen dabei unterwegs verschiedene Güter wie Salz, Tee, Gerste, Gold und Jade in ihren Besitz, die sie schließlich an einem bestimmten Ziel abliefern. Darüber hinaus werden materielle Werte durch Viehherden oder religiöse Werte durch den Bau einer buddhistischen Stupa erworben. Die politische Macht kann mittels der Entsendung von Delegationen ausgebaut werden. Die Spieler stehen untereinander in einem Wettstreit um diese Güter.

Per Zufall werden an fünf der insgesamt zwanzig Orte Aufträge, sowie an fünf weiteren Orten Handelsgüter platziert. Im Anschluss daran beginnen die als Führer der Karawanen agierenden Spieler im Geheimen mit der Planung ihrer Reiserouten, indem sie sechs Aktionsplättchen verdeckt auslegen. Der Sichtschirm wird schließlich entfernt, sobald sämtliche Spieler mit ihrer Planung fertig sind. Das Spiel kann beginnen. Hierbei ist jeder Spieler reihum am Zug. Insgesamt existieren sechs Züge. Der weitere Spielablauf ist vom Glück abhängig und kaum beeinflussbar. Für den Erfolg ausschlaggebend ist letztendlich die Tatsache, in der richtigen Reihenfolge an einem Ort anzutreffen, wo zwingend das billigste Gut erworben werden muss.

Ist es einem der Spieler gelungen, einen Auftrag bezüglich der geforderten Güter exakt zu erfüllen, so kann er zwecks der Entlohnung zwei Formen aus den Optionen Viehherde, Religion oder Politik wählen. Die Wertung erfolgt nach der vierten Runde. Hier besteht nochmals die Gelegenheit, Viehherden gegen Handelsgüter zu tauschen. Die Schlusswertung erfolgt nach zwölf Runden. Derjenige Spieler, der in zwei der drei Kategorien in Führung liegt, hat gewonnen. Gibt es keinen Spieler, der den Ansprüchen gerecht wird, so gewinnt derjenige mit dem höchsten Bestand an materiellen Werten. An zweiter Stelle wird der politische Einfluss gewichtet, zum Schluss folgen die religiösen Werte.

Die Regeln für „Himalaya“ lassen sich leicht nachvollziehen. Das Spiel beruht gewissermaßen auf dem Glücksfaktor. Da jedoch sechs Züge im Voraus geplant werden müssen, gestaltet sich das Spiel dennoch recht komplex und erfordert eine strategische Denkweise. Bei einer Spieldauer von rund eineinhalb Stunden eignet sich „Himalaya“ daher erst für Spieler ab einem Alter von ca. zwölf Jahren.
Das farbenfrohe Spiel, das durch einen comic-ähnlichen Illustrationsstil von Johann Aumaitre und D. Cochard auf eine humorvolle Weise gestaltet wurde, brachte es im Jahr 2005 bis zur Nominierung zum „Spiel des Jahres“. Anlässlich des „Deutschen Spiele Preis“ erreichte „Himalaya“ den fünften Platz.

http://www.linofant.de/spielturm_kletterturm_44.htm

Spiel des Jahres 2005: „Niagara“ von „Zoch Verlag“ Artikel Nummer „EAN 4015682249001“

Mittwoch, 28. April 2010

Als schwungvolles Familienspiel bietet „Niagara“ Erwachsenen und Kindern ab etwa acht Jahren gleichermaßen eine vergnügliche Unterhaltung. Auf Grund seines ausgesprochenen Aktionsreichtums und der angenehmen Spiellänge von nur etwa 30 bis 45 Minuten gestaltet sich die Beschäftigung mit dem Spiel sehr kurzweilig und spannend.

Bei „Niagara“ bewegen sich die Spieler mit Hilfe kleiner Holz-Kanus auf einem wilden Fluss. Es geht darum, verschiedenfarbige Edelsteine zu gewinnen, die an den Buchten flussabwärts zu finden sind. Diese müssen zum sicheren Strand gebracht werden, wobei sich der Weg dorthin äußerst gefahrvoll gestaltet. So droht beispielsweise der Absturz in den Wasserfall oder aber die Gefahr, von den Mitspielern beraubt zu werden. Daher wird von jedem Spieler die Fähigkeit zur geschickten Organisation gefordert. Darüber hinaus sollte man seine Mitspieler sehr genau im Auge behalten, um die Bereitschaft zu einer gegnerischen Aktion korrekt einschätzen zu können.

Es handelt sich um ein sehr originell und zugleich optisch ansprechend gestaltetes Spiel, das durch sein außergewöhnliches Layout zu gefallen weiß. Das ungewöhnlich geformte Spielfeld wird über einer Schachtel positioniert. Somit wird der Fluss mit seinen Buchten dargestellt, wobei sich eine reliefartige Struktur ergibt. An dem einen Ende des Spielfeldes befindet sich der Strand. Klappen, die über den Schachtelrand hinausragen, symbolisieren den Wasserfall am anderen Ende.

Die Boote bewegen sich während des Spiels auf flachen, runden Scheiben aus durchsichtigem Plastik, die im Flussbett „treiben“. Diese Scheiben folgen der Strömung des Gewässers. Die kleinen Holz-Kanus sind in verschiedenen Farben angelegt. Jeder Spieler hat eine andere Farbe.
Das von Thomas Liesching erfundene Brettspiel „Niagara“ ist vielfach preisgekrönt. So erreichte „Niagara“ anlässlich des „Deutschen Spiele Preises“ den 2. Platz, belegte beim „Schweizer Spielepreis“ in der Kategorie „Familienspiel“ den dritten Rang, wurde für den „Niederländischen Spielepreis 2005“ nominiert, mit dem „Mensa Select“ ausgezeichnet und letztendlich mit dem „Spiel des Jahres 2005“ tituliert.


Für das Spiel des Jahres 2004 nominiert: „Sankt Petersburg“ von „Hans im Glück Verlag“ Artikel Nummer „EAN 4001504481407“

Mittwoch, 28. April 2010

Das Kartenspiel „Sankt Petersburg“ wurde unter dem Pseudonym Michael Tummelhofer von einer dreiköpfigen Autorengruppe, bestehend aus Bernd Brunnhofer, Michael Bruinsma und Jay Tummelson, im Jahre 2004 ins Leben gerufen.

Das international beliebte Spiel wurde bislang mit mehreren begehrten Preisen prämiert. Beim „Deutschen Spiele Preis 2004“ erreichte „Sankt Petersburg“ den ersten Platz und ging anlässlich des „International Gamers Award 2004“ als Multiplayer Sieger in der Kategorie Strategie hervor. In der Sparte Spiele für Experten wurde „Sankt Petersburg“ im Rahmen der Preisverleihung „Spiel der Spiele 2004“ als Spiele Hit empfohlen. Beim „à la carte Kartenspielpreis 2004“ konnte das Spiel den zweiten Platz für sich beanspruchen. Darüber hinaus war „Sankt Petersburg“ für den Titel des „Spiel des Jahres 2004, sowie für den „Niederländischen Spielepreis 2005“ nominiert.

Die Besonderheit an „Sankt Petersburg“ liegt darin, dass es als Kartenspiel im Format eines Brettspiels die Entstehungsgeschichte der russischen Stadt Sankt Petersburg auf eine spannende Weise thematisiert, wobei die lebendigen Illustrationen der Grafikerin Doris Matthäus ein stimmungsvolles Ambiente schaffen.

Das Spiel ist mit 4 Startspielersteinen, 4 Startspielerkarten, 8 Spielfiguren und 60 Geldscheinen ausgestattet. Üblicherweise werden acht Runden in jeweils vier Phasen gespielt. Da das Spielbrett nur für acht Karten ausreichend Platz bietet, werden pro Phase nur jeweils eine, durch die räumlichen Möglichkeiten begrenzte Anzahl an Karten ausgelegt. Ein Spiel dauert etwa 45 bis 60 Minuten, an dem in der Regel zwei bis vier Personen ab einem Alter von zehn Jahren mitwirken.

Zu Beginn des Spiels werden die grünen Handwerkerkarten ausgespielt. Den Spielern stehen als Startkapital 25 Rubel zur Verfügung. Für die Karten müssen die Spieler zwischen drei und acht Rubel auf den Tisch legen. Die Karten bringen letztendlich jedoch pro Runde einen Gewinn von drei Rubeln. Die Investition in die Handwerkerkarten zeigt erst im Laufe des Spiels ihren Nutzen, wenn sich das Geld auf eine scheinbar zauberhafte Weise vermehrt.

Auf die erste Phase folgt die zweite Phase. Hier können blaue Gebäudekarten käuflich erworben und ausgelegt werden. Dafür erhält der Spieler in jeder Runde für jedes Gebäude Siegpunkte gutgeschrieben. Es lohnt sich daher, gleich zu Beginn der Bauphase möglichst teure Bauwerke zu errichten und dementsprechend zu investieren. Man sollte dabei jedoch Acht geben, mit seinem Geld nicht zu leichtsinnig umzugehen.
Die dritte Phase ist die Phase der Adeligen, die durch rote Karten dargestellt werden. Die Adeligen sorgen für eine Auffrischung der finanziellen Lage und bescheren weitere Siegpunkte. Hier ist es von Vorteil, möglichst viele Adelige unterschiedlicher Art auszulegen, um dadurch Bonuspunkte zu ergattern.

In der vierten und letzten Phase, der so genannten bunten Phase, können die bereits ausgelegten Karten auf eine sinnvolle Weise ergänzt werden, indem verschiedene Karten aus den vorangegangenen Phasen zur Auswahl stehen, die nun erworben werden können.


Für das Spiel des Jahres 2004 nominiert: „Einfach Genial“ von „Kosmos Verlag“ Artikel Nummer „EAN 4002051740180“

Mittwoch, 28. April 2010

Vom Prinzip her ähnelt das Legespiel „Einfach Genial“ dem altbekannten Spiel Domino. Bei „Einfach Genial“ werden die aus doppelten Sechsecken bestehenden Steine jedoch in der Fläche angelegt und nicht linear. Bei „Einfach Genial“ treten bis zu vier Mitspieler gegeneinander an. „Einfach Genial“ kann zudem in einer speziellen Variante auch nur von einer einzelnen Person bespielt werden. Die Mitspieler sollten mindestens zehn Jahre alt sein, um den Sinn des Spieles begreifen zu können. Eine Spielpartie dauert zwischen 45 und 60 Minuten.

Das Spielbrett, wie die gesamte Ausstattung an sich sind sehr abstrakt gestaltet. Das von Reiner Knizia erfundene Spiel „Einfach Genial“ besitzt kein bestimmtes Thema, sondern genügt sich allein darin, den Spieler auf eine kniffelige Weise vergnüglich zu unterhalten.

Das System, das hinter „Einfach Genial“ steht, ist sehr leicht nachvollziehbar. Der Anzahl der Spieler entsprechend gestaltet sich der Spielverlauf variabel. So ist in erster Linie dann ein geschicktes strategisches Vorgehen notwendig, wenn das Spiel von zwei Personen bespielt wird. Das Spiel bietet diesbezüglich viele verschiedene Möglichkeiten für ein destruktives, bzw. konstruktives Verhalten. Beim Solospiel hingegen ähnelt die Beschäftigung mit „Einfach Genial“ einer Patience. Hier wird die Spielhandlung vordergründig durch den Glücksfaktor bestimmt. Liefern sich hingegen mehrere Personen ein Duell, dann nimmt die intuitive Komponente einen breiten Raum ein.

Im Laufe des Spiels hält jeder der Spieler stets sechs Steine, die zuvor nach dem Zufallsprinzip gezogen wurden, vor den Blicken der Anderen versteckt. In jeder Runde legt er einen davon ab, wobei die Stelle beliebig gewählt werden kann. Liegen zwei gleiche Symbole beieinander, so erhält der Spieler hierfür Punkte. Wenn letztendlich kein einziger Stein mehr auf dem Spielfeld Platz hat oder aber in dem seltenen Fall, dass ein Spieler den höchsten Wert in sämtlichen sechs Symbolklassen erhält, ist das Spiel beendet. Gewonnen hat der Spieler, der mit seinem am weitesten zurückliegenden Symbol die größte Anzahl an Punkten einheimsen konnte.

„Einfach Genial“ ist ein sehr beliebtes Familienspiel, das schon mehrfach preisgekrönt wurde. „Einfach Genial“ trug bei der Preisverleihung zum „Spiel der Spiele 2004“ den Sieg davon, erhielt den „Mensa Select 2005“, belegte beim „Schweizer Spielepreis 2004 „ den ersten Platz in der Kategorie Strategiespiele, wurde für das „Spiel des Jahres 2004“ nominiert, erreichte beim „Deutschen Spiele Preis 2004“ den fünften Platz und wurde anlässlich des „International Gamers Award 2004“ als Multiplayer nominiert.


Spiel des Jahres 2004: „Zug um Zug“ von „Days of Wonder“ Artikel Nummer „EAN 0824968717615“

Mittwoch, 28. April 2010

Das Brettspiel „Zug um Zug“ wurde von dem britischen Spieleerfinder Alan R. Moon erfunden. Das Spiel thematisiert den Bau von Eisenbahnstrecken in den Vereinigten Staaten von Amerika. Als Familienspiel richtet sich „Zug um Zug“ an Erwachsene, Jugendliche und Kinder im Alter ab etwa acht Jahren. „Zug um Zug“ eignet sich für zwei bis fünf Mitspieler. Ein Durchgang dauert in etwa 60 bis 90 Minuten.

Von den Spielern wird verlangt, spezielle Waggonkarten zu sammeln, um damit ein vorgezeichnetes Schienennetz durch die Unterstützung kleiner Kunststoffwaggons zu besetzen. Welche Waggonkarten gesammelt werden müssen, wird durch die Spielfeldfarbe zwischen den einzelnen Städten bestimmt. Die Strecke darf nur dann mit den Waggons der eigenen Spielfarbe besetzt werden, wenn eine Übereinstimmung zwischen der Farbe und der Anzahl der Waggonkarten mit denen der Spielfelder zwischen den Städten vorliegt. Für die Verteilung der Wertungspunkte ist unter anderem die Streckenlänge ausschlaggebend.

Des Weiteren werden Punkte für die Erfüllung der Strecken auf den Zielkarten vergeben. Jeweils drei Zielkarten werden von den Spielern am Anfang des Spieles verdeckt gezogen. Zwei davon muss er mindestens behalten. Zieht man während des Spiels drei Zielkarten nach, so muss man davon mindestens eine behalten. Bei Nichterfüllen der Spielziele werden dem betreffenden Spieler Punkte abgezogen. Wird eine Strecke von einem Spieler besetzt, so darf diese von den anderen nicht mehr benutzt werden.

Neben dem Titel „Spiel des Jahres 2004“, der wohl bedeutendsten Auszeichnung für Gesellschaftsspiele, erhielt „Zug um Zug“ darüber hinaus anlässlich des „International Gamers Award 2005“ die Bezeichnung Multiplayer Gewinner.


Für das Spiel des Jahres 2003 nominiert: „Clans – die ersten Dörfer“ von „Winning Moves“

Mittwoch, 28. April 2010

Beim Spiel „Clans – die ersten Dörfer“ ziehen die Mitglieder fünf verschiedener Gruppen, so genannter Clans, durch die steinzeitliche Landschaft. Dabei müssen sie bezüglich der Gründung ihrer Dörfer fünf Epochen durchleben. Das Beisammensein mit den Angehörigen der anderen Clans gestaltet sich nicht immer unbedingt friedlich.

„Clans – die ersten Dörfer“ wird auf einem sechsteiligen Spielfeld gespielt, das mittels verschiedener Farben in 60 Gebiete aufgeteilt ist, die aus den vier verschiedenen besiedelbaren Landschaftsarten Steppe, Wald, Gebirge und Grasland, sowie aus Gewässern bestehen.Um eine Spalte, die als Epochenübersicht fungiert, läuft eine Wertungsleiste, in der die erreichte Punktzahl vermerkt wird. Als Spielfiguren dienen kleine Holzhütten in den Farben, die den jeweiligen Clans entsprechen. Dabei wird geheimgehalten, welche Farbe zu welchem Spieler gehört. Zu dem Spiel gehört darüber hinaus eine hölzerne Zählscheibe und ein Bonusmarker.

Bei „Clans – die ersten Dörfer“ existiert nur ein Spielzug. Dabei werden sämtliche Hütten eines bestimmten Territoriums auf ein besetztes benachbartes Areal gezogen. Somit entsteht ein Dorf, das lediglich von Leerfeldern umgeben wird. Hierfür erhalten die daran beteiligten Clans Pluspunkte. In dem Fall, dass die Art der Landschaft mit der aktuellen Epoche übereinstimmt, bekommt der Spieler einen zusätzlichen Bonusmarker ausgehändigt. Da die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Clan ein streng gehütetes Geheimnis ist, können die Spieler die Hütten sämtlicher Farben beliebig bewegen. Allerdings ist darauf zu achten, die Dörfer auf eine Art und Weise zu gründen, dass die dem Spieler zugeteilte Farbe dominiert. Dieses Vorgehen verlangt viel taktisches Geschick, denn schließlich darf die Zugehörigkeit zu einem Clan nicht zu offensichtlich werden. Mit der Gründung von zwölf Dörfern ist das Spiel schließlich beendet. Nun offenbaren die Spieler ihre Identität und zählen die Wertungspunkte ihres Clans mit den Bonusmarkern zusammen. Sieger ist derjenige Spieler mit der höchsten Punktzahl.

„Clans – die ersten Dörfer“ begeistert durch seinen simplen Aufbau und seine leicht verständlichen Regeln. Dennoch handelt es sich um ein spannendes und kurzweiliges Familienspiel, das sich für Kinder ab einem Alter von etwa zehn Jahren eignet. „Clans – die ersten Dörfer“ bietet zwei bis vier Personen die Möglichkeit, gleichzeitig zu spielen. Eine Spielrunde dauert ungefähr 45 bis 60 Minuten.

Das von Leo Colovini erfundene Spiel ist auf Grund seiner optischen und inhaltlich hervorragend gelungenen Gestaltung mehrfach preisgekrönt. So war „Clans – die ersten Dörfer“ nicht nur im Jahre 2003 zum „Spiel des Jahres“ nominiert, sondern erhielt im Rahmen „Spiel der Spiele 2003“ die Bezeichnung „Spiele Hit“ in der Kategorie Spiele für Familien. Beim „Deutschen Spiele Preis 2003“ erreichte „Clans – die ersten Dörfer“ den dritten Platz und wurde zudem in dem selben Jahr für den „Niederländischen Spielepreis“ gelistet.

Spiel des Jahres 2003: „Der Palast von Alhambra“ von „Queen Games“ Artikel Nummer „EAN 4010350060261“

Mittwoch, 28. April 2010

„Der Palast von Alhambra“ ist als Brettspiel für zwei bis sechs Spieler konzipiert. Das leicht verständliche Legespiel bereitet bereits Kindern ab etwa acht Jahren Freude. Eine Spielrunde dauert in etwa 45 bis 60 Minuten. Unterschiedliche Spielelemente sorgen dabei für ein einabwechslungsreiches und spannendes Spielvergnügen.

Jeder Spieler besitzt eine Alhambra, einen arabischen Palast. Ziel des Spieles ist, Gebäude, die von quadratischen Kärtchen symbolisiert werden, in dieser Alhambra zu positionieren und somit möglichst viele Punkte zu erreichen.

Zuvor müssen die Gebäude jedoch mit speziellen Spielgeldkarten käuflich erworben werden. Jeder Spielzug ermöglicht dem Spieler die Wahl, ob er Geld bekommt, etwas kauft, etwas hinzubaut oder seine Alhambra umbauen möchte. Hierbei können verschiedene Spielelemente geschickt miteinander kombiniert werden. So darf man beim Kauf eines Gebäudes zum Beispiel maximal fünf Züge durchführen, in dem Fall, dass der Käufer korrekt bezahlt. Die teilweise mit durchgezogenen Mauern versehenen Gebäudekarten dürfen nur an selbige gebaut werden, da in der Alhambra das Gesetz besteht, dass Mauern nur an Mauern angefügt werden dürfen. Des Weiteren wirkt sich eine extra lange Außenmauer positiv auf die Bewertung aus. Allerdings sind in diesem Fall die Möglichkeiten bezüglich weiterer Ausbauten beschränkt. Der Zeitpunkt, wann die ersten beiden von insgesamt drei Wertungen durchgeführt werden, ergibt sich sporadisch.

„Der Palast von Alhambra“ wurde von Dirk Henn erfunden. Für die optisch sehr gelungene grafische Gestaltung ist Christof Tisch verantwortlich.
Neben der Auszeichnung zum „Spiel des Jahres 2003“, sowie mit der „Essener Feder 2003“ und im Rahmen der Preisverleihung von „As d` Or 2003“ wurde „Der Palast von Alhambra“ darüber hinaus für den „Internationalen Games Award 2003“ und für den „Niederländischen Spielepreis 2000“ nominiert. Beim „Deutschen Spiele Preis“ erreichte „Der Palast von Alhambra“ im selben Jahr den zweiten Platz.

Für das Spiel des Jahres 2002 nominiert: „Trans America“ von „Winning Moves“ Artikel Nummer „EAN 4035576020066“

Mittwoch, 28. April 2010

Beim Eisenbahnspiel „Trans America“ bauen die Spieler gemeinsam an einem Eisenbahnnetz in den USA. Das von Franz-Benno Delonge entwickelte Brettspiel richtet sich an zwei bis sechs Spieler. Mit einer Spieldauer von nur etwa einer halben Stunde und dadurch, dass sich die Regeln sehr leicht erlernen lassen, eignet sich „Trans America“ als Familienspiel bereits hervorragend für Kinder ab dem Grundschulalter.
„Trans America“ beginnt damit, dass jedem Spieler fünf Städtekarten zugeteilt werden, wobei die darauf verzeichneten Städte bis zum Ende der jeweiligen Spielrunde miteinander verbunden werden müssen.

Dazu legen die Spieler zwei oder auch nur ein Schienenteil reihum auf das vorgezeichnete Eisenbahnschienennetz. Die Runde endet dann, wenn der erste Spieler sämtliche seiner Städte an dieses Netz angeschlossen hat. Für jedes Schienenteil, welches zum Anschluss der Städte fehlt, verlieren hingegen die restlichen Spieler einen der zu Anfang dreizehn festgelegten Punkte. Das Spiel wird so lange wiederholt, bis letztendlich einer der Spieler keine Punkte übrig hat. Sieger ist derjenige mit der höchsten Punktzahl.

Das Spiel überzeugt durch seinen allgemeinverständlichen Aufbau, die es sämtlichen Teilen der Bevölkerung gestattet, sich an dem Spiel erfolgreich zu beteiligen. „Trans America“ wurde daher im Rahmen der Veranstaltung „Spiel der Spiele 2002“ in der Kategorie Spiele für Familien mit der Bezeichnung „Spiele Hit“ gekürt und stand auf der Nominierungsliste zum „Spiel des Jahres 2002“. Beim „Deutschen Spiele Preis 2002“ errang „Trans America“ den zweiten Platz, beim „Schweizer Spielepreis 2003“ in der Sparte Familienspiele den dritten Rang. Des Weiteren fungierte „Trans America“ anlässlich des „Gamers Choice Award 2003“ als Multiplayer Nominees und wurde darüber hinaus auch für den „Niederländischen Spielepreis 2003“ nominiert. Eine weitere Auszeichnung erhielt „Trans America“ beim „Mensa Select 2003“.
„Trans Europa“, die im Prinzip regelgleiche Variante von „Trans America“ erhielt im Jahr 2005 in Österreich den 1. Preis beim „Spiel der Spiele“.

Für das Spiel des Jahres 2002 nominiert: „Puerto Rico“ von „Alea / Ravensburger Spieleverlag“ Artikel Nummer „EAN 4005556269075

Mittwoch, 28. April 2010

Beim Brettspiel „Puerto Rico“ begeben sich zwei bis fünf Mitspieler im Alter ab zwölf Jahren in die faszinierende Inselwelt der Karibik. Dort, in Puerto Rico, auf der östlichsten Insel der Großen Antillen, helfen sie mit, das etwa fünfzig Jahre vor ihrer Ankunft von dem Seefahrer Christoph Kolumbus entdeckte Land urbar zu machen. Die Spieler agieren diesbezüglich in unterschiedlichen Rollen. So holen sie beispielsweise Kolonisten nach Puerto Rico, produzieren auf selbstangelegten Plantagen Indigo, Mais, Tabak, Kaffee und Zucker und importieren diese Waren nach Europa. Dabei wird von den Akteuren sehr viel strategisches und kaufmännisches Geschick verlangt.

Bei „Puerto Rico“ erhält jeder Spieler seinen eigenen Spielplan. Auf diesem können dann die Gebäude und Plantagen errichtet werden, wobei die Waren sowohl in den Plantagen, als auch in den Produktionsgebäuden hergestellt und bearbeitet werden. Darüber hinaus existieren weitere Gebäude mit verschiedenen Funktionen.

Das Spiel geht über mehrere Runden, wobei in jeder neuen Runde der Startspieler wechselt, der sich als Erster eine Aktion auswählen darf. Diese wird dann mit Ausnahme des Goldsuchers nacheinander von den restlichen Spielern ausgeführt. Der aktive Spieler hat diesbezüglich den Vorteil, dass er zum Beispiel für seine Waren mehr Geld ausbezahlt bekommt.

„Puerto Rico“ ist ein außergewöhnlich komplexes Spiel, für das man die nötige Zeit mitbringen sollte. Das Spiel dauert etwa zwei Stunden. Die Zeit für den sehr aufwändigen Auf- und Abbau des Spiels muss noch hinzuaddiert werden, denn die Ausstattung ist sehr umfangreich. So sind darin ein Gebäudeplan, 49 Gebäudeplättchen, 58 Plantagenplättchen, 5 Spielpläne, 100 Kolonistensteine aus Holz, 50 Warensteine in fünf verschiedenen Farben, 54 Gelddublonen, 8 Rollenkarten, 1 Gouverneurkarte, 5 Transportschiffekarten, 1 Handelshauskarte, 1 Kolonieschiffkarte, sowie eine 12-seitige Spielanleitung enthalten.

Dementsprechend umfangreich gestaltete sich auch die Entwicklung des Spiels „Puerto Rico“, das von Hans Vohwinkel gekonnt illustriert und von dem Spieleautoren Andreas Seyfarth im Label Alea des Ravensburger Spieleverlages herausgegeben und seither überwältigende Erfolge für sich verbuchen konnte. So wurde „Puerto Rico“ nicht nur in der Nominierungsliste für das „Spiel des Jahres 2002“ geführt, sondern belegte darüber hinaus anlässlich des „Deutschen Spiele Preises“ im selben Jahr den 1. Platz. Des Weiteren erreichte „Puerto Rico“ die Prämierung zum „Spiele Hit“ in der Kategorie Spiele für Experten im Rahmen der Preisverleihung „Spiel der Spiele 2002“, gewann die „Essener Feder“, fungierte beim „Gamers Choice Award 2003“ als Multiplayer Sieger, gewann den „Niederländischen Spielepreis 2003“ ebenso wie den „International Gamers Award 2003“. Beim „Japan Boardgame Prize 2003“ war „Puerto Rico“ das „Best Advanced Game“. Zudem stand das Spiel zusätzlich auf der Auswahlliste anlässlich des „As d`Or Jeu de I`Annèe 2006“.