Made in Germany – Ja das gibt es noch

kersa

Das Berühmte „Made in Germany“ halten bereits viele Konsumenten für eine Legende. Das ist auch nicht sonderlich verwunderlich, schaut man sich die Firmen an, welche ihre Produktion aus Kostengründen ins Ausland verschieben. “So haben wir die Qualität direkt unter Kontrolle.“ Mit diesem Spruch wirbt der Familienbetrieb Kersa aus Mindelheim. Sie stellen bereits seit vier Generationen Handspielpuppen her. Die Kersa-Handspielpuppen haben mehrere Gesichter und haben bereits dem elektronischen Spielzeug und dem billig Spielzeug aus Asien getrotzt.

Als die meisten anderen Spielzeughersteller ihre Produktion aus Kostengründen in den Ostern verlagerten, blieb Kersa in Deutschland. Man hat mit der deutschen Produktion immer alles im Blick. Sitzt das Auge der Prinzessin falsche oder ist die Kordel auf der Hutkrempe der Räuberpuppe gelöst. Solche Probleme können direkt vor Ort an den zuständigen Mitarbeiter weiter gegeben werden und dieser kann die vorhandenen Fehler unverzüglich korrigieren. Bei Kersa gibt es dementsprechend keine Zweite-Wahl-Artikel. Somit ist fehlerhafte Ware wie bei ausländischen Herstellern ausgeschlossen. “Mangelhafte Ware kann man in diesem Fall schlecht mal schnell zurückschicken”, meint Günter A. Schubert, Geschäftsführer von Kersa. Die minimale Reklamationsquote gibt Herr Schubert Recht. Lediglich 0,1 Promille gibt der Betrieb als Rücklaufquote an. Handspielpuppen sind auf dem chinesischen Markt eher eine uninteressante Spielzeugvariante. Diese Tatsache kommt dem Familienbetrieb zugute und somit können sie ihre Marktposition weiterhin halten.Die Konsumenten fragen wieder vermehrt nach Qualitätsware, “und dank der deutschen Spielzeug-Norm – der strengsten weltweit – hierzulande auch gegeben”. Was Kersa weiterhin zugute kommt ist, dass der Name bereits seit 80 Jahren auf dem Markt vorhanden ist und diese alteingesessene Schmiede seine Stammkundschaft aufbauen konnte. Selbst in ihrem Urlaub beschäftigen sich die Mitarbeiter von Kersa mit ihren Handspielpuppen und recherchieren in diversen Kaufhäusern nach der Qualitätsware. Der Chef zeigt sich erfreut: „Zurück aus dem Urlaub rufen uns Mitarbeiter nicht selten an, um uns zu sagen, dass zum Beispiel ein Laden in Wien unsere Puppen nicht gut präsentiert.”

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