Die Verbraucherzentrale der Bundesverband und der Verband der TÜV e.V. warnen bereits jetzt schon vor der Zunahme von gefährlichem Spielzeug. Der Grund für diese Sorgen sind die neuen Regeln der EU-Kommission. Die EU-Kommission plant die komplette Abschaffung des GS-Prüfzeichens und damit verbunden den völligen Verzicht auf obligatorische Prüfungen neutraler Dritter. Verheugen betonte selbst “Wenn es um die Gesundheit der Kinder geht, darf es keine Kompromisse geben. Punkt.” Doch an dieser Stelle entsteht eine Ironie, denn durch die Abschaffung der Prüfzeichen sind nicht weniger sondern mehr Skandale die Folge.
Gerd Brillen, der Vorstand der Verbraucherzentrale des Bundesverband, kritisiert “Grenzwerte und Verbote würden ins Leere laufen, wenn gleichzeitig die Kontrolle durch Dritte beerdigt würde.“ Die geplante Abschaffung des GS-Prüfzeichens ist insofern skandalös, da bereits die Vergangenheit bewiesen hat, dass es keinen Mangel an Vorschriften, sondern einen Mangel an Kontrollen gibt. Die Beibehaltung der CE-Kennzeichnung ist darüber hinaus sinnlos, da das CE-Zeichen eine Selbstauskunft der Hersteller darstellt. Die CE-Kennzeichnung führt die Verbraucher nur in die Irre.
Dr. Klaus Brüggemann, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VdTÜV, sagt “Wir begrüßen ausdrücklich die Überarbeitung der 20 Jahre alten Spielzeugrichtlinie. Die nun vorgeschlagenen Änderungen hätten aber keinen der Skandale um giftiges Spielzeug im vergangenen Jahr verhindert.” Um das Ansinnen der Kommission zu kippen, setzt der VdTÜV auf weitere Vorgehensweisen der Bundesregierung und des Europaparlaments. Das bewährte GS-Zeichen darf nicht gekippt werden.
Dr. Brüggemann erklärt weiterhin “Mit dem Verbot des GS-Zeichens neben der CE-Kennzeichnung auf Kinderspielzeug setzt sich die EU-Kommission über das Votum der EU-Abgeordneten, Verbraucherschützer und Experten für Produktsicherheit hinweg.“ An den Vorschlägen der EU-Kommission ist besonders überraschend, dass die Kommission weder die Empfehlungen des EU-Parlaments in betracht gezogen hat noch die der Ergebnisse der öffentlichen Diskussion rund um die Sicherheit von Kinderspielzeugen. Der deutsche Bundeswirtschaftsminister Glos habe sich oftmals für eine verpflichtende neutrale Prüfung von Spielzeug ausgesprochen. Darüber hinaus haben sich auch Unternehmen dazu geäußert, dass es wichtig ist eine Prüfung durch neutrale Dritte vorzunehmen und die staatlichen Prüfsiegel beizubehalten. “Die Mitgliedstaaten sehen davon ab, die Kennzeichnung der Übereinstimmung mit den Bestimmungen dieser Richtlinie durch eigene Vorschriften zu regeln, die eine Bezugnahme auf eine andere Konformitätskennzeichnung als die CE-Kennzeichnung vorsehen, oder heben solche Vorschriften auf.”
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