Auch Brüssel will schärfere Kontrollen

Nicht nur Deutschland engagiert sich für bessere Spielzeugsicherheit. Nun wurde auch das Wort in der Europäischen Union nach sicherem Spielzeug lauter. Darüber hinaus wurde die Schweiz mit ins Boot genommen. Sobald die neuen Sicherheitsvorkehrungen der EU beschlossen sind, möchte auch die Schweiz diese Bestimmungen erlassen. Jedoch wurde bisher nur ein Vorschlag der EU-Kommission vorgelegt. Diesem müssen noch die EU-Staaten und das EU-Parlament zustimmen. EU-Industriekommissar Günther Verheugen sagte in Brüssel “Wo es um die Gesundheit und Sicherheit unserer Kinder geht, darf es keine Kompromisse geben”. Verheugen weiterhin „In Europa angebotenes Spielzeug muss sicher sein. Punkt.”

Die Sprecherin des Bundesamtes für Gesundheit, Angela Scalese betont “Auf Grund eines bilateralen Abkommens wird die Schweiz gleichwertige Vorschriften erlassen, sobald diese in der EU definitiv beschlossen sind.“

KEF-Stoffe sollen laut dem Vorschlag der EU-Kommission komplett verboten werden, da diese Stoffe Krebs erregen und das Erbgut und die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen können. In der Zukunft soll es auch verboten sein Spielzeug in Süßwaren zu platzieren. Natürlich wird es auch bei diesem Gesetz Ausnahmen geben. Zum Beispiel sollen die beliebten Überraschungseier von diesem Gesetz unangetastet bleiben, denn bei den Ü-Eiern können die Kinder das Spielzeug aus der Schokoladenummantelung entfernen, ohne diese vorher verzehren zu müssen. Kritiker bezweifeln jedoch, dass ein komplettes Verbot von Blei und Quecksilber möglich wird. An dieser Stelle sollen lediglich strengere Grenzwerte und Vorschriften geltend gemacht werden.

Monique Goyens, Generalsekretärin der europäischen Konsumentenorganisation BEUC erläutert “Wir begrüßen den Willen der EU-Kommission, sich um das Problem der gefährlichen Spielzeuge zu kümmern, fordern aber insbesondere für die chemischen Substanzen strengere Regeln”. Es fehlen immer noch Bestimmungen zu Stoffen, welche Hormone von Kindern verändern können. Andere Verbraucherschützen bemängeln, dass die Pflicht des CE-Zeichens immer noch besteht. Viele Konsumenten werden durch dieses Zeichen in die Irre geführt und denken daraufhin, dass Spielzeug, welches mit dem CE-Zeichen versehen ist, auch sicher für die eigenen Kinder ist. Jedoch ist das CE-Zeichen nur eine Selbstdeklaration der Hersteller und sagt keines Wegs etwas über eine Qualitätssicherung aus.

Die lückenhaften Kontrollen geben Verheugen ebenso zu denken “Es ist bedenklich, dass die Gefahren nicht von den Aufsichtsbehörden, sondern von den Herstellern selber entdeckt wurden.”

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