Tipps zum Spielzeugkauf

Es gab in der letzten Zeit kaum eine Woche ohne neue Schlagzeilen, um gefährliches Spielzeug aus China. Blei in Lokomotiven und Kinderlätzchen, Drogen in Bastelsets sind nur zwei Beispiele aus vielen Vorwürfen. In diesem Artikel können sich besorgte Eltern ein paar Tipps zum Spielzeugkauf holen.

Ein erstes Indiz für eine Qualitätskontrolle ist das Prüfzeichen. “Verbraucher sollten grundsätzlich auf Prüfzeichen achten, vor allem, wenn es um die Sicherheit von Babys und Kleinkindern geht” betont Ralf Diekmann, Sprecher beim TÜV Rheinland in Köln. Der TÜV Rheinland macht jedes Jahr mehr als 100.000 Tests und ist damit führender Spielzeugprüfer weltweit. Wer sein Vertrauen nicht mehr in die Hersteller- und Importeurhände, sollte die Augen für drei Prüfzeichen offen halten. Die wichtigsten Prüfungszeichen sind das GS-Zeichen, das Proof-Zeichen und das LGA tested Quality Zertifikat.

Spielzeug ohne Prüfsiegel ist dennoch nicht automatisch schlecht. Lediglich die Qualität wird bei diesen Spielzeugen nicht überwacht. Wenn man sich Spielzeug ohne Prüfsiegel anschaffen möchte, so sollte man dies über große Verkaufshäuser oder über den Fachhandel tun. Diese haben meist eigene Qualitätssicherungen und können sich einen schlechten Ruf, welcher durch den Verkauf von gefährlichem Spielzeug schnell entsteht, nicht leisten. Man sollte bei solchen Spielzeugen die Finger vom Internethandel machen, denn so schnelllebig wie das Internet ist, so sind auch die Internethändler von einem auf den anderen Tag verschwunden.

Ein weiterer Tipp ist, dass man das Spielzeug in die Hand nehmen sollte. Halten Sie die Augen offen nach scharfen Ecken oder Kanten oder nach leicht ablösbaren Einzelteilen wie Augen oder Knöpfen. Auch den Farbtest sollt man vornehmen. Dafür rubbelt man mit dem Finger stark am Spielzeug. Bleiben Farbreste am Finger zurück, ist das Spielzeug nicht zu empfehlen. Produkte die stark und unangenehm riechen beinhalten in vielen Fällen Schadstoffe, welche ihrem Kind schaden können. Vor allem lackiertes Holzspielzeug und Weichgummispielzeug ist davon oftmals betroffen.

Neben dem CE-Kennzeichen sollten auch alle Bedienhinweise auf der Rückseite des Spielzeuges in deutscher Sprache vorhanden sein. Auch die Angaben zum Hersteller oder Importeur sollten in der Landessprache vorhanden sein. Mit ein paar kleinen Tipps wird auch Ihr Spielzeugeinkauf ein großer Erfolg.

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