Bund und Länder einig: Maßnahmen zur Sicherung von Spielzeug höchste Priorität

Bundeswirtschaftsminister Michael GlosEine Initiative von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos brachte den Stein ins Rollen: Nach der Berichterstattung über Vorfälle mit gefährlichem Spielzeug beschloss die Wirtschaftsministerkonferenz (WMK) im Einvernehmen mit Bund und Ländern eine Verbesserung der Sicherheit von Spielzeug und räumt damit dem Schutz der Kinder höchste Priorität ein. Bereits im August 2007 veranstaltete das Bundesministerium für Wirtschaft einen Workshop, um Institutionen auf Bundes- und Landesebene, Vebraucherschutz- und Wirtschaftsverbände für das Thema zu sensibilisieren. Die Teilnemer dieser Veranstaltung waren sich schnell einig: Maßnahmen zur eine effizienten Überwachung des Spielzeugmarktes sind zukünftig unerlässlich und die Verbraucherrolle soll durch gezielte Aufklärung deutlich gestärkt werden.

Öffentliche Warnhinweise des Handels
Besonders erfreulich: Sowohl Vertreter der Spielwaren-Industrie als auch der Marktaufsichtsbehörden und des BMWi konnten sich auf konkrete Sofortmaßnahmen einigen. Im Falle der besonderen Gefahr bezüglich verschluckbarer Magnet-Teile gibt es auf Veranlassung der Marktaufsichtsbehörde bereits seit dem disjährigen Weihnachtsgeschäft im Handel öffentliche Warnhinweise für Verbraucher. Dies ist jedoch erst der Beginn einer Vielzahl an weiteren Schutz-Maßnahmen. So wird gleich zu Beginn des Jahres 2008 eine Verordnung in Kraft treten, die eine unmittelbare Warenkennzeichnung auf Magnetspielzeug vorschreibt. Diese Maßnahme wurde – gebündelt von den Ländern – bereits bei der zuständigen EU-Kommission in Brüssel eingereicht. Zudem soll es auf Anregung von Bundeswirtschaftsminister Glos innerhalb einer Überabeitung der EU-Spielzeugrichtlinie zu einer verbindlichen Prüfung für Spielzeug durch eine noch näher zu bezeichnende, zuständige Stelle kommen. Diese Maßnahme wird von der Spielzeugindustrie ausdrücklich unterstützt.

Vielzahl an Vorsorge-Maßnahmen
Vor dem Hintergrund schwerer Unfälle, wonach Kinder durch Verschlucken von Kleinteilen verletzt wurden, ist bereits eine Studie des BMWi zur Beschleunigung einer Europäischen Normung von Magneten in Spielwaren in Auftrag gegeben worden. Zusammen mit der korrigierten EU-Spielzeugrichtlinie soll die neue Spielzeugnorm für eine deutlich erhöhte Sicherheit sorgen. Möglichkeiten, die Sicherheit deutlich zu verbessern, werden auch in China diskutiert. So treffen sich Vertreter des BMWi mit Vertretern der chinesischen Sicherheitsbehörden direkt vor Ort zum Zweck einer verbindlichen deutsch-chinesischen Vereinbarung. Eindeutig auch der Appell des BMWi an alle Spielwaren-Käufer, das Augenmerk besonders auf Qualität und Sicherheit zu legen und Ware mit Prüfsiegeln, wie etwa dem GS-Zeichen („Geprüfte Sicherheit“) den Vorzug zu geben.

Insgesamt tragen die von Bund, Ländern und Spielzeugherstellern gebündelten Maßnahmen sowie eine wesentlich größeren Aufmerksamkeit auf Sicherheitsstandard beim Kauf zukünftig zu einer deutlichen Abwehr von Gefahren in Punkto Sicherheit für Kinder bei. Dies ist insbesondere dem schnellem Handeln aller beteiligten Organisationen zu verdanken.

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