Einfuhrverbot für Spielzeuge aus China vom Tisch

Das drohende Einfuhrverbot für Spielzeuge aus China ist nicht mehr im Gespräch

Laut der EU-Kommissarin für Verbraucherschutz Meglena Kunevra, gibt es für die Europäische Union inzwischen keine Veranlassung mehr, die Einfuhr von Spielzeugen aus China zu verbieten.

Zu diesem Ergebnis kam die Europäische Kommission, nachdem die zweimonatige, selbst gesetzte Frist zur Überprüfung der derzeitigen Kontrollmechanismen zur Produktsicherheit von Spielzeugen – in Hinblick auf den Handelspartner China – im November endete.

Im Fokus der Untersuchung stand dabei neben der Analyse der derzeitigen Aufsichts- und Kontrollsysteme vor allem die Frage, wie schnell bei etwaigen Verstößen gegen die Produktsicherheit reagiert werden kann.

Keine Kompromisse bei der Verbrauchersicherheit zu machen – das war das erklärte Ziel dieser Untersuchung, die durch Kunevra eingeleitet wurde.

China ist größter Produzent von Spielzeug für den europäischen Markt

Der überwiegende Anteil des in Europa verkauften Spielzeuges wird inzwischen in China produziert. Nach einer Einschätzung der Eu-Kommission sind die derzeit vorhandenen Vorschriften zum Schutz der Konsumenten grundsätzlich ausreichend.

Nach dem die chinesischen Behörden zwischenzeitlich die Sicherheitskontrollen bei der Produktion von Spielzeugen nachdrücklich verstärkt haben, sind laut Brüssel die Gründe für ein Einfuhrverbot für Spielzeug aus China weggefallen. Die Europäische Union baut auf China als wichtiger Kooperations- und Handelspartner.

Es bleibt abzuwarten, ob China tatsächlich bis Dezember 2007 ein eigenes Meldesystem nach europäischem Vorbild für Verstöße gegen die Sicherheitsrichtlinien eingerichtet hat. Hier in Europa sorgt das Schnellwarnsystem Rapex für ein schnelles Eingreifen bei Produkten (außer Lebensmittel) von denen eine Gefährdung der Sicherheit und Gesundheit ausgehen kann.

Mattel reagierte auf die Gefahren

Der weltweit größte Spielzeughersteller Mattel hatte in diesem Sommer mehrere große Produktrückrufaktionen gestartet, weil von den verkauften Produkten Risiken für die Gesundheit von Kindern ausgingen. Hergestellt wurden diese Produkte zu einem großen Teil in China. Beanstandungen gab es hinsichtlich der verwendeten, bleihaltigen Farben und kleinteilige Magnete, die von Kleinkindern leicht verschluckt werden können.

Spielzeuge, die Magnetteile oder Magnete enthalten, sollen nach dem Willen von Bund und Länder in Deutschland noch in diesem Jahr mit entsprechenden Warnhinweisen versehen werden. Der Wirtschafts-Sekretär Dr. Joachim Wuermeling, Koordinator der Europapolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, sicherte der Eu-Kommissarin Kunevra die Unterstützung der Bundesregierung in dieser Frage zu.

Quelle: tagesschau.de

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